
Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins, hat anlässlich des Writers in Prison-Tags offene und versteckte Zensur von Autoren, Journalisten und Verlegern kritisiert.
Der Hintergrund: Immer wieder werden weltweit Autoren, Journalisten und Verleger verfolgt, drangsaliert, gefangen gehalten oder an der Publikation ihrer Ansichten gehindert:
„Das Thema ist unverändert aktuell. Unbequeme Demokraten werden mundtot gemacht, missliebige Ansichten unterdrückt – die offene und versteckte Zensur nimmt wieder zu“, kritisiert Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels deshalb anlässlich des morgigen Writers in Prison-Tags. „In einer demokratischen Gesellschaft gehören Meinungsvielfalt und die Freiheit des Wortes jedoch zu den wichtigsten Grundwerten“, so Honnefelder. Deshalb müsse man sie bewahren und Eingriffe in die Meinungs- und Publikationsfreiheit öffentlich anprangern.
Der Börsenverein setzt sich regelmäßig für die Freiheit des Wortes ein, beispielsweise auch mit mahnendem Gedenken an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten. Er folgt in seiner Arbeit dem Leitgedanken: „Bücher bewegen Ideen. Sie sind notwendig für die Entwicklung unserer Gesellschaft und deren Ideale. Wir unterstützen diese Entwicklung, indem wir für den deutschen Buchmarkt und für die freie Verbreitung des geschriebenen Wortes eintreten.“