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Kriegt Wikipedia jetzt Werbung?

Bleibt die Wikipedia werbefrei? Ein Vorschlag ihres Gründers Jimmy Wales sorgt nach Informationen des FOCUS für eine Welle von Spekulationen. Mit 100 Millionen Dollar will Wales, der die Online-Enzyklopädie im Jahr 2001 gründete, Wissensarchive freikaufen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Eine Frage hingegen bleibt unbeantwortet: Woher soll das Geld kommen? Wales hüllt sich in Schweigen. Er verrät nur, dass er einen Mann getroffen habe, der dieses Ziel verwirklichen könne – und dass es sich bei dem neunstelligen Betrag um keine Spende handele.

Am Wochenende brachte sich der Internet-Unternehmer Jason Calacanis als einen potenziellen Geldgeber ins Gespräch. Calacanis will Wales bereits im Sommer vorgeschlagen haben, über eine Zusammenarbeit mit AOL rund 100 Millionen Dollar verdienen zu können – und diese Summe für gemeinnützige Zwecke verwenden zu wollen. Um die gewaltige Summe zu bekommen, sei nur ein einziger Anzeigenplatz nötig, schreibt Calacanis in seinem Weblog.

Ob ein solcher Plan bei der Wikipedia-Community Zustimmung finden könnte, ist fraglich. Jimmy Wales hüllt sich weiterhin in Schweigen. Er will erst einmal die Vorschläge der Community abwarten, was man mit dem Geld anstellen kann.

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