Der Sortimenter-Ausschuss (SoA) des Börsenvereins hat dem Bibliographischen Institut & F.A. Brockhaus einen Offenen Brief geschrieben: Inhalt: die Duden-Aktion mit dem ADAC [mehr…].
Der Wortlaut
„Mit großer Sorge und Unverständnis registrieren wir die Vorstöße Ihres Hauses, die Grenzen der Preisbindung auszuloten, um den Herausforderungen in einem stagnierenden Markt zu begegnen. Eine solche Denkweise kalkuliert von vornherein die Möglichkeit eines Preisbindungsverstoßes mit ein. Ihre Vertriebsaktion mit dem ADAC-Verlag zeigt dies deutlich.
Was bedeutet diese Praxis für uns Sortimenter? Vor allem einen Verlust an Glaub- und Vertrauenswürdigkeit gegenüber unseren Kunden.
Wie können wir Kunden von den Vorteilen der Buchpreisbindung überzeugen, wenn diese merken, dass es Nebenmärkte gibt, in denen es günstigere Angebote gibt – in denen die Branche offensichtlich gegen ihre eigenen Spielregeln verstößt?
Uns alle eint der Wille, die Preisbindung aufrecht zu erhalten. Dies bedeutet Privileg und Verpflichtung zugleich und in unseren Augen den Verzicht, das Privileg bis zur äußersten Grenze auszureizen.
Nutzen wir doch besser die Chancen, einem stagnierenden Markt durch pfiffige und intelligente Aktionen entgegen zu treten, die dem Buchkauf den Vorzug vor anderen Produkten geben. Sehr gern unterstützen Sie dabei die engagierten Buchhändler, nutzen Sie mit uns gemeinsam dieses Potenzial.“