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DREI FRAGEN AN Jörg Pillunat zur Übernahme von Potthoff durch die Mayersche

Das war die Meldung des Tages: Mit Wirkung zum 1. November übernimmt die Mayersche Buchhandlung in

Jörg Pillunat

Iserlohn die alteingesessene Buchhandlung Bücher Potthoff [mehr…]

buchmarkt.de sprach mit Inhaber Jörg Pillunat – er hatte die älteste Iserlohner Buchhandlung (in bester Lage, mitten in der Fußgängerzone der 100.000-Einwohner-Stadt) erst vor kurzem auf 840 qm neu eröffnet. Künftig firmiert das Geschäft unter dem Namen Mayersche – Bücher Potthoff.

buchmarkt.de: Ist Ihr Konzept des Ausbaus der Buchhandlung Potthoff gescheitert?
Jörg Pillunat: Unser Konzept – der Umzug auf die neue 840 qm-Fläche im März – ist in allen Punkten aufgegangen. Neben einer Umsatzsteigerung von über 70% im Bargeschäft haben wir uns in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bereits über 25.000 zahlende Kunden mehr freuen können.

Bei dem Schritt, den wir jetzt vollzogen haben, ging es um einen weiteren strategischen Ausbau der Buchhandlung Potthoff in einer sich nach der Gründung von DBH mit nicht geahnter Dynamik konzentrierenden Buchhandelslandschaft. Unternehmensentscheidungen muss man losgelöst von der eigenen Person im Sinne des Unternehmens und vor allem auch im Sinne der Mitarbeiter treffen. Die veränderte Wettbewerbssituation in Iserlohn hat bei diesen Überlegungen übrigens keine Rolle gespielt.

An welcher Stelle haben Sie den Weg zur Mayerschen gesucht ?
Vor einigen Wochen ist Dr. Falter auf uns zugekommen und hat uns seinen Plan vorgestellt, die Buchhandlung Potthoff in einer Kooperation mit der Mayerschen auszubauen. Ein Angebot, das wir zeitgleich auch von einem weiteren Wettbewerber erhalten haben. In den Gesprächen, die wir dann mit beiden geführt haben, mußten wir sehr schnell deutlich machen, dass eine Zusammenarbeit in einem gemeinsam geführten Unternehmen einen klaren Interessenskonflikt mit meiner Tätigkeit als Verlagsvertreter darstellen würde und daher kein gangbarer Weg sein würde. Die Möglichkeit, die Buchhandlung Potthoff auch für die weitere Zukunft krisenfest aufstellen zu können, hat uns dann dazu bewogen, unsere Anteile zu verkaufen.

Das wird andere Kollegen mutlos machen
Ganz im Gegenteil. Die Tatsache, dass sich gleich zwei Wettbewerber um die Beteiligung an unserer Buchhandlung beworben haben und das obwohl Baedeker in Iserlohn gegen uns antritt, zeugt von der Attraktivität unserer Buchhandlung und unseres Konzeptes. Nach unserer Überzeugung hätten wir die Buchhandlung erfolgreich weiterführen können. Im Angesicht der uns angetragenen Angebote haben wir uns für den für die Buchhandlung und deren Mitarbeiter sichereren und für unsere Familie einfacheren Weg entschieden.

Interview: Christian von Zittwitz

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