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Cornelsen erhielt Berliner Umweltpreis des BUND für umweltschonende Bauweise des Verlagshauses

Die Cornelsen Verlagsgruppe wurde gestern abend für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet. In der Kategorie Wirtschaft und Innovation verlieh ihr der BUND den Berliner Umweltpreis für den Bau eines besonders umweltschonenden Verlagsgebäudes für den Cornelsen Verlag. Der Neubau nutzt umweltfreundliche Technologien, um den Energie- und Wasserverbrauch zu senken, optimiert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter durch besondere Baumaßnahmen und speist zusätzlich Solarstrom in das öffentliche Stromnetz ein.

Um den derzeit 750 Mitarbeitern moderne Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, war der traditionelle Verlagssitz in Berlin-Schmargendorf um ein sechsgeschossiges Bürohaus erweitert worden. Die Cornelsen Verlagsholding, die die Cornelsen Verlagsgruppe mit insgesamt 2000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 347 Mio Euro führt, entschied sich im Sinne des Verlagsgründers für ein so genanntes Low-Tech-Gebäude. Verlagsgründer Franz Cornelsen setzte sich verschiedentlich für Umweltbelange ein und wurde posthum bereits mit dem Umweltpreis der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer für seine umweltorientierte Unternehmensführung ausgezeichnet.

Die Vielzahl der umweltschonenden Baumaßnahmen im Cornelsen-Haus hat für den BUND Vorbildcharakter für die Berliner Wirtschaft:

Die Raumtemperatur wird nicht durch eine Klimaanlage reguliert, sondern durch eine weitgehend energielose thermische Nutzung des Betonkerns von Decken und Fußböden. Im Sommer wird die dort gespeicherte Wärme über integrierte Wasserleitungen reduziert und gekühlt zurückgeführt. Im Winter erfolgt die Beheizung des Gebäudes durch mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Fernwärme.
Spezielle Licht reflektierende Lamellenjalousien vor den Fenstern folgen dem Sonneneinstrahl und tragen z.B. durch eine nächtliche Schließung zur Vermeidung von Wärmeverlust zum Einsparen von Heizenergie bei. Tagsüber optimieren sie zusammen mit 350 inneren Oberlichtern die natürliche Beleuchtung der Büros und helfen den Energieverbrauch zu reduzieren.
Durch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach kann Elektroenergie in das öffentliche Netz eingespeist werden. Im vergangenen Jahr konnte Cornelsen so 19.188 KW/h Biostrom erzeugen und dem Berliner Stromnetz zur Verfügung stellen.
Fensterglasvorsätze sorgen für eine Senkung des Außenlärmpegels auch bei geöffneten Fenstern. Mit Hilfe der natürlichen Belüftungsmöglichkeit kann eine künstliche Lüftung der Arbeitsräume vermieden werden.
Außerdem wird das Niederschlagswasser gesammelt und für die Toilettenspülung und Grünflächenbewässerung genutzt.

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