Die Universität Complutense Madrid und Google wollen Tausende spanischer Bücher online verfügbar machen. Die landesweit größte Universitätsbibliothek – nur noch übertroffen von der spanischen Nationalbibliothek – der Complutense Madrid hat heute bekannt gegeben, dass sie sich dem Bibliotheksprojekt der Google Buchsuche angeschlossen hat. Innerhalb der Kooperation sollen die Bücher, die nicht mehr unter den Urheberschutz fallen, digitalisiert werden.
Sofern Bücher urheberrechtlich geschützt sind, werden dem Nutzer nur einige bibliographische Daten wie der Buchtitel und der Name des Autors angezeigt, sowie maximal zwei oder drei kurze Textfragmente aus dem Buch. Gegebenenfalls werden auch Informationen über eine Bibliothek angezeigt, in der man es ausleihen kann, oder Händler, bei denen es gekauft werden kann. Wenn Verlage oder Autoren nicht möchten, dass ihre Bücher digitalisiert werden, können sie Google darüber informieren, Google schließt sie dann aus.
Die Bibliothek der Universität Complutense Madrid ist der erste spanische Partner, der sich dem Bibliotheksprojekt innerhalb der Google Buchsuche anschließt. Die Sammlung der Bibliothek umfasst Tausende spanischsprachiger lizenzfreier Bücher. Zudem finden sich auch zahlreiche Werke in französischer, deutscher, lateinischer, italienischer und englischer Sprache in dem Bestand.
Carlos Berzosa, Rektor der Madrider Universität Complutense, zur Kooperation: “Bisher waren lizenzfreie Werke nur Menschen zugänglich, die unmittelbaren Zugang zur Universitätsbibliothek haben oder die das nötige Kleingeld für längere Reisen aufbringen können. Von nun an stehen diese Bücher auch jedem Internetnutzer an jedem Ort dieser Erde zur Verfügung. Wir öffnen unsere Bibliothek sprichwörtlich für alle Welt. Mit diesem Projekt eröffnen sich fantastische Bildungsmöglichkeiten und wir schätzen uns überaus glücklich, mit Google daran arbeiten zu können.”
Susan Wojcicki, stellvertretende Leiterin des Produktmanagements bei Google: “Google Buchsuche ist Teil unserer Bemühungen, bei der Erfassung und Organisation der weltweiten Informationen behilflich zu sein und sie auch allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Indem wir die Suche nach den Millionen existierender Bücher, die es heutzutage in der Welt gibt, ermöglichen, erhoffen wir uns, den Horizont des menschlichen Wissens zu erweitern. Dies geschieht durch das erleichterte Auffinden von noch mehr Büchern in noch mehr Sprachen. Weltweit sprechen mehr als 400 Millionen Menschen Spanisch; die spanische Literatur genießt einen hohen kulturellen Stellenwert. Daher sind wir über die Zusammenarbeit mit der Universität Complutense Madrid höchst erfreut.”
Folgende Bibliotheken sind schon Bestandteil der Google Buchsuche: University of Michigan, Harvard University, Oxford University, New York Public Library, Stanford University sowie University of California. Darüber hinaus arbeitet Google mit der Library of Congress an einem gemeinsamen Pilotprojekt zur Digitalisierung.