Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg, der jährlich zur KIBUM, der Kinder- und Jugendbuchmesse, im November verliehen wird, wird für das Jahr 2006 nicht vergeben.
Zur Begründung heißt es, die Jury habe keine Einsendung als preiswürdig erachtet und daher auf die Verleihung des Preises verzichtet.
Hier die offizielle Begründung:
Trotz einer gestiegenen Anzahl von Bewerbungen befanden die Juroren keinen Titel für empfehlenswert.
Insgesamt vermisste die Jury die sprachliche und bildkünstlerische Eigenständigkeit und den Mut zu ungewöhnlichen, fesselnden Geschichten. Es fehlte die individuelle Ausgestaltung in Text und Illustration jenseits der gängigen Kinder- und Jugendliterarischen Klischees.
Mit ihrer Entscheidung betont die Jury den Anspruch des Preises, ausschließlich Werke von herausragender Qualität zu prämieren.
In diesem Jahr wurden 298 Titel eingesandt, davon waren 92 Bücher und 206 Manuskripte. Die Jury hatte 265 Einsendungen zu begutachten. 33 Titel konnten aus formalen Gründen nicht zugelassen werden.
Mitglieder der Jury sind:
Christian Bittner (wissenschaftlicher Mitarbeiter am germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum), Robert Elstner (Dipl. Pädagoge und Wissenschaftlicher Bibliothekar in der Stadtbibliothek in Leipzig), Annika Gloystein (Schülerin an der Cäcilienschule in Oldenburg), Dr. Maria Linsmann-Dege (Leiterin des Bilderbuchmuseums Burg Wissem in Troisdorf) und Ralf Schweikart (Redakteur des Bulletins „Jugend und Literatur und freier Journalist in Hamburg).
Die diesjährige KIBUM findet vom 4. – 14. November unter dem Motto „Sesam öffne dich – literarische Begegnungen zwischen Orient und Okzident“ wie immer im Oldenburger PFL statt.
CT