„Literatur im Fernsehen – muss das sein?“ fragt Rainer Moritz, der Leiter des Hamburger Literaturhauses, in der heutigen Ausgabe des Berliner Tagesspiegel. Sein Fazit: Es gibt nur wenige Erfolge wie das „Literarische Quartett“ oder Elke Heidenreichs „Lesen!“.
„Mit Spannung darf man demnächst verfolgen, wie sich die aus dem „Tagesthemen“-Dienst ausscheidende Galionsfigur Ulrich Wickert in seiner neuen Büchersendung des NDR machen wird. Die Ausstrahlungszeit – 23 Uhr 15 – signalisiert nicht, dass die ARD es offensiv mit Elke Heidenreich aufnehmen will. Immerhin, dem ausgewiesenen Sachbuch- und Krimiautor Wickert könnte seine Klientel einen heidenreichähnlichen Authentizitätsbonus entgegenbringen. Wer sich jahrelang von Wickert eine „geruhsame Nacht“ wünschen ließ, könnte sich nun von der einen oder anderen belletristischen Neuerscheinung überzeugen lassen.“