
Der 21. Bücherbummel auf der Düsseldorfer Kö – die größte Freiluftbuchhandlung Deutschlands – ist eröffnet. Bis zum 11. Juni schlagen über 130 regionale Buchhandlungen, Antiquariate, Verlage, literarische Institute und städtische Institutionen für vier Tage am Kö-Graben ihre Zelte auf und laden die Besucher täglich von 10 bis 20 Uhr zum Schmökern und Stöbern ein.
Traditionsgemäß hielt Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin die Eröffnungsansprache, in der er für die Zukunft eine „weit reichende Unterstützung“ des Bücherbummels zusagte. Zur diesjährigen Veranstaltung wird das Literatur-Schiff bereits mit 5.000 Euro zusätzlich gefördert.
Die Goldenen Bücherstütze 2006 – eine Auszeichnung gür Besondere Verdienste um das Buch – geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Joseph A. Kruse, den Direktor des Düsseldorfer Heine-Instituts; für ihn auch ein schönes Geburtstagspräsent. An die verleihung durch Bücherbummelorganisator Bernd Gossens schloss sich der ebenfalls traditionelle Prominentenbummel an, der beim Droste-Stand endete.

Bild mitte: Goldene Bücherstütze für Prof. Dr. Joseph A. Kruse –
Bild rechts: Schauspieler begrüßen die Bummel-Gäste
Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung im April 1985 von Düsseldorfer Buchhändlern anlässlich der in Düsseldorf stattfindenden Mitgliederversammlung des Börsenvereins; Inzwischen gehört die ursprünglich als einmalig geplante Aktion zum festen Bestandteil des städtischen Kulturprogramms und lockt alljährlich Hunderttausende von Besuchern auf die Kö. Finanziert wird der Bücherbummel durch die Aussteller, unterstützt von Partnern aus der Wirtschaft und städtischen Institutionen.
In diesem Jahr bieten die Kabarettisten Konrad Beikircher und Frank Meyer eine augenzwinkernde „Alternative“ zur – längst abgesagten – Gala zur Fußballweltmeisterschaft. Der Satiriker Utz Peter Greis erzählt vom rastlosen Leben eines bedeutenden Politikers unserer Zeit, und Bettina Böttinger ermöglicht ein Treffen zwischen Wiglaf Droste und Voltaire.
Das Literatur-Schiff sticht in diesem Jahr unter dem Motto „Düsseldorfs Romantischer Rhein“ in See. Mit an Bord ist viel Jazz und zwei „Reiseleiter“ aus der Frühzeit des Tourismus und der Dampfschifffahrt, die unterhaltsame Geschichte und Geschichten erzählen.
Abschluss ist am Montag im Kom(m)ödchen mit einem Programm von Niki Ankenbrand – ein Querschnitt aus 60 Jahren Kom(m)ödchen-Geschichte.