Dass differenziertes Controlling kein Hexenwerk sein muss und zu mehr Wachstum führen kann, darüber berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe am Beispiel von Kaufhof. Das Blatt stellt ein differenziertes Analyseverfahren, das der zum Metro-Konzern gehörende Einzelhändler jüngst entwickelt hat. Ziel des Verfahrens: „work smarter, not harder“.
Dass das nicht teuer sein muss, beweisen die Düsseldorfer auch: Bei dem Verfahren werden vor allem die Informationen ausgewertet, die die Kundenkarten liefern und ein Blick auf das Umfeld. Meistens geht es darum, die Flächennutzung zu optimieren. Dabei wird jede einzelne Fläche angesehen und entsprechend der Kundennachfrage und des Wettbewerbs verändert. Keine große Kunst und auch nicht teuer.
Weil zum Beispiel die Abteilung für Kinderbekleidung in der Filiale Düsseldorf nicht so gut lief wie in anderen Filialen, wurde mit Hilfe des Planes analysiert. Ergebnis: Fläche zu groß, zu wenig Marken, viel Konkurrenz außen herum. Schlussfolgerungen: Fläche verkleinern, neue Marken aufnehmen und auf die verbleibende Fläche ein neues Sortiment anbieten, das es in der Nähe sonst nicht gibt.
Und auch dazu kann das Analyseverfahren eingesetzt werden: „Wenn eine Kaufhoffiliale in ihrer Parfümerie vor Ort keine Konkurrenz hat, wird die Abteilung tendenziell ausgebaut. Stellen wir fest, dass unsere Parfümerie knapp zweiter ist, können wir überlegen, ob und wie wir unseren Wettbewerber angreifen“, sagt Ludger Trump vom Controller-Team.