Was geschehen kann, wenn eine namhafte Auslieferung einen Test ihrer Software

3000 Exemplare unverlangt – und nur 40 % Rabatt…
vornimmt, erlebte heute früh die „Jürmker“ Bücherstube in Bielefeld:
Draußen vor der Tür stand eine vom Bücherwagen gelieferte Palette. Leider war der Fahrer des Bücherwagens nicht auf die Idee gekommen, die Sendung in den Eingangsbereich der Buchhandlung zu schieben – wo Palettenlieferungen für gewöhnlich landen. Er hatte sie einfach vors Schaufenster gestellt, immerhin noch unter das Vordach. Das Ganze war gut eingeschweißt, sonst hätten die morgendlichen Regengüsse erheblichen Schaden angerichtet.
Was war geschehen? Hartwig Bögeholz, Geschäftsführer der „Jürmker“ Bücherstube, erzählt: „Nach aufreibender Telefoniererei mit Fahrdienst und Auslieferung ergab sich folgender Sachverhalt. Bei einem Test ihrer Software hatte die Auslieferung, deren Namen wir hier lieber unerwähnt lassen wollen, Spielbestellungen generiert.“
Ohne etwas dafür zu können oder es auch nur zu ahnen, war seine Jürmker“ Bücherstube zum Spielbesteller geworden. Leider wurde bei diesem Probelauf versäumt, die Spielbestellung als solche zu behandeln – unversehens war sie zur echten Bestellung geworden, die auch prompt und ohne weiteres Nachdenken verarbeitet wurde.
So kam es, daß laut Rechnung 3.000 Exemplare eines Titels gepackt und tatsächlich ausgeliefert wurden. Besonderer Clou für Bögeholz: BAG-Einzug am 8.6.2006 über Euro 13.410,00 – „zwar mit Skonto, aber lächerlichen 40% Rabatt! “
Da kann der Mitinitiator der „Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Buchhandlungen“ www.aub-online.org, nur den Kopf schütteln: „48% hätten schon drin sein sollen, wenn auch nur zum Spiel …“







