„Schreiben in friedloser Welt“ lautete das Motto des 72. Internationalen PEN-

Kongresses, der am Sonntag in Berlin zu Ende ging [mehr…]. Der tschechische Autor Jiri Grusa wurde mit großer Mehrheit in seinem Amt als PEN-Präsident bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählten die Delegierten die Nobelpreitsträger Toni Morrison und J. M. Coetzee sowie die Präsidentin des südamerikanischen PEN-Clubs, Gloria Guardia.
Johano Strasser, Präsident des PEN-Clubs Deutschland forderte bei der feierlichen Eröffnung in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler im Hilton Hotel, dass der Kongress dazu beitragen möge, „das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass uns bei allen Unterschieden der Sprache, der Kultur, der Religion und des Lebensstils eins verbindet: die Liebe zur Literatur und die Achtung vor der Würde des Einzelnen.“
Stehend applaudierten die Delegierten nach der Eröffnungsrede von Günter Grass, der die Politik der USA heftig kritisierte. Unter Hinweis auf das Kongressmotto warf der Nobelpreisträger den USA vor, den Terrorismus „gezüchtet“ zu haben und nun mit Waffengewalt besiegen zu wollen. Washington erkläre Diktaturen zu „Schurkenstaaten“, was in der Regel „das fundamentalistische Machtgefüge in den großmäulig mit Militärschlägen bedrohten Ländern festigt.“ Dümmer und deshalb gefährlicher könne Politik nicht sein.
Informationen unter. http://www.pen-congress2006.de