Wie im Freitag, als die AuM verkündete, in London eine eigene Buchmesse etablieren zu wollen [mehr…], [mehr…], war auch heute auf die Ankündigung von Reed, [mehr…], [mehr…], [mehr…]an gleicher Stelle zu gleicher Zeit, wie es die Frankfurter angekündigt hatten, ihre Buchmesse zu machen, die Pressereaktion eher verhalten. Die Times übt sich in vornehmer Zurückhaltung.
„Verspekuliert?“, fragt die FAZ zum Thema AuM und Buchmesse in London „Der Kampf der Messen in London hat eine überraschende Wendung genommen“, beginnt der Artikel. „Die Frankfurter wollten den Beschwerden vieler Verlage über die ungünstige Lage des Messegeländes Excel Rechnung tragen und haben deshalb die innenstadtnahen Messehallen von Earl’s Court angemietet – und zwar für mehrere Jahre, wie Frankfurts Messedirektor Juergen Boos erklärt hat. Damit schien Reed ausgebootet“, lesen wir weiter. Das scheint nun aber alles überholt durch die Ankündigung von Reed, zur gleichen Zeit am gleichen Ort die Buchmesse durchzuführen. „Was der Vertrag der Frankfurter Buchmesse mit Earl’s Court wert ist, wissen nur die Götter und die Anwälte. Die Frankfurter blieben am Donnerstag erst einmal stumm, und Reed bemerkt süffisant, man habe nach zwanzigjähriger Erfahrung in den vergangenen Monaten eine „wertvolle Lektion“ erhalten. Jetzt soll sie offenbar mit Schmackes retourniert werden“, schließt die FAZ.
Unaufgeregt vermeldet der Bookseller: „Reed ist dabei, 2007 die Londoner Buchmesse nach Earl’s Court umzuziehen. Dies ist eine Reaktion auf Pläne der Frankfurter Buchmesse, eine Konkurrenzveranstaltung an diesem Ort stattfinden zu lassen. Die London Book Fair wird den Slot, der ursprünglich von der Frankfurter Buchmesse (von Montag, 16. April bis Mittwoch, 18. April) gebucht war, besetzen.“
Und weiter im „Bookseller“: „Die Frankfurter Buchmesse ‚verlangt dringend eine Stellungnahme‘ von den Besitzern von Earl’s Court, nachdem Reed mitgeteilt hat, dass sie einen Slot für April for die London Book Fair 2007 übernommen hat. Frankfurt teilt mit, dass man angenommen hatte, dass man kurz vor dem Abschluss einer Abmachung war, eine Konkurrenzveranstaltung im Zentrum Londons zwischen Montag, dem 16. April und Mittwoch, dem 18. April stattfinden zu lassen. Dieser Schritt folgte auf den Umzug von Olympia nach Excel in den Docklands dieses Jahr- der nicht gut aufgenommen wurde – und wurde von führenden Verlagen wie Hachette Livre, Random Hause, Penguin, HarperCollins und Macmillan begrüßt.“