Der niederländische Konzern Wolters Kluwer hat sich durch die Übernahme von Carl Heymanns zur Nummer zwei im deutschen Jura-Markt vorgerabeitet [mehr…]. DREI FRAGEN deshalb an Dr. Ulrich Hermann, den Deutschland Chef der Wolters Kluwer Holding:

BuchMarkt: Herr Dr. Herrmann, warum haben sie den Carl Heymanns Verlag übernommen?
Herrmann: Mit dem Angebot des Carl Heymanns Verlages ergänzen wir unser Portfolio um viele Bereiche aus dem Wirtschafts-, Verwaltungs- und Notariatsrecht. Wir wollen uns damit als Nr.2 etablieren und dem Marktführer C.H. Beck Paroli bieten. Bereits jetzt können wir ankündigen, dass wir ein umfangreiches Online-Angebot installieren werden.
Carl Heymanns hat wirtschaftlich schwierige Zeiten hinter sich. Wäre ein Online Angebot für Heymanns allein nicht machbar gewesen?
Nein. Heymanns hat zwar, ich will nicht sagen, eine Schieflage hinter sich, aber es gab einige Gründe, sich zu restrukturieren. Diese Phase war 2005 abgeschlossen. Investitionen im Online-Bereich sind nicht gerade günstig. Mit der Übernahme sollten das Unternehmen und die Nachhaltigkeit des Angebots gesichert werden.
Was wird der bisherige Geschäftsführer von Heymanns, Andreas Gallus machen? Sie haben die Geschäftsführung übernommen, hat Herr Gallus andere Pläne?
Sonst hätte er seinen Verlag nicht verkauft. Was er genau tun wird, weiß ich nicht. Er wird uns zunächst beim Übergang helfen und möglicherweise auch weitere Projekte betreuen. Herr Gallus sitzt zur Zeit in verschiedenen Mitarbeitersitzungen, die erst fünf Minuten vor dem Versand der Pressemitteilung informiert wurden.