Ueberreuter hat im abgelaufenen Jahr „im Kerngeschäft rasant zugelegt“. Das hat das Wiener Unternehmen heute bekannt gegebnen:
Während die im Familienbesitz befindliche Wiener Verlagsgruppe sich im Verlagsranking der vergangenen Jahre kaum bewegt hat, seien die inneren Verschiebungen aber bemerkenswert. Nach dem Verkauf des Wirtschaftsverlags Ueberreuter an den Süddeutschen Verlag waren die Geschäftsbereiche neu geordnet worden und 2001 und 2002 waren zur Konsolidierung genutzt worden.
Die Aufgabe von Büroflächen, Zusammenlegung von Abteilungen, Senkung von Personalkosten und der konsequente Sparkurs hätten 2003 bei einem Rückgang der Neuerscheinungen zu trotzdem gleichem Umsatz und einem ausgeglichenen Ergebnis führt.
Nach dem Rekordjahr 2004 wurde im Geschäftsjahr 2005 dann erneut ein Plus von 14% erzielt – verbunden mit dem neuerlich besten Ergebnis in der Verlagsgeschichte, wie es heute heißt.
Dazu beigetragen haben laut Verlag die „weitere Reduzierung der Anzahl von Neuerscheinungen, starke Programme und der Ausbau des Backlist-Umsatzes im Sachbuch“; dazu die Sanierung des Bilderbuchverlags Annette Betz, die Fantasy-Schiene mit C.S.Lewis und Wolfgang Hohlbein im Jugendbuch unddas stark wachsende Lizenzgeschäft.
Zwei weitere Schritte der Neuorganisation wurden Ende 2005 vollzogen: Die TOSA Verlagsges.m.b.H. wurde in die Verlag Carl Ueberreuter GmbH integriert und die beiden Geschäftsführer Fritz Panzer und Richard Starkel beteiligten sich zusammen mit 10% an der Verlagsgruppe.
Mehrheitseigentümer bleibt die Salzer Holding – ein österreichisches Familienunternehmen, das neben einer Papierfabrik, einer Druckerei und anderen Beteiligungen auch Eigentümer des weltweit operierenden Dichtungsherstellers Economos ist.