Mit der Ausgabe 2006 begeht der im November 1905 vom Berliner Verleger Georg

ein Bestseller
Ernst (1880-1950) und dem österreichischen Bauingenieur Fritz von Emperger (1862-1942) gegründete Beton-Kalender(s. Abb.) seinen 100. Geburtstag.
Von anderen Ingenieur-Kalendern unterschied sich der Beton-Kalender dadurch, dass er mit dem Stahlbeton – dem „Erreger einer vollständigen Umwälzung auf dem Gebiete des Bauwesens“– erstmals einen Ingenieurbaustoff in den Mittelpunkt stellte.
Ebenfalls neu war der sich mit dem Beton-Kalender 1906 erstmals etablierende Werbemarkt im Bauwesen. Die Inserenten des Beton-Kalender lesen sich seitdem wie das Who is Who der mit dem Bauen verbunden Wirtschaft.
In den letzten 100 Jahren begleitete der jährlich erscheinende Beton-Kalender auf insgesamt ca. 120000 Seiten und tausenden Anzeigenseiten als wichtiges geistiges Arbeitsmittel des Bauingenieurs das Bauen mit Beton im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. So erschienen beispielsweise Versionen auf Niederländisch (1931), Spanisch (1952), Finnisch (1955), Italienisch (1960), Griechisch (1970), Englisch (1995) und sogar auf Japanisch (1978).
Im Gesamtwerk „Beton-Kalender“ durchdringen sich Bautechnik- und Verlagsgeschichte auf faszinierende Weise. Mit dem Beton-Kalender verfügen die Bauingenieure über ein einzigartiges, weit verzweigtes und wohl strukturiertes Wissen aus Vergangenheit und Gegenwart. Der Beton-Kalender bildet heute nicht mehr nur das klassische Nachschlagewerk für den Ingenieuralltag, sondern ein „lebendes“ fachpublizistisches Netzwerk des gesamten Ingenieurbaus.
Von der Süddeutschen Zeitung wurde der Beton-Kalender deshalb schon 2001 als einer der heimlichen Bestseller Deutschlands bezeichnet. Drücken wir ihm die Daumen für die nächsten 100 Jahre, denn die Vergangenheit birgt immer auch Zukunft.
Ernst & Sohn ist heute eine Tochter des wissenschaftlichen Verlags Wiley-VCH. Mehr durch Klick auf das Cover