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Die zehn besten Krimis im März

Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die März-Ausgabe der KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.

Vorgestellt wird sie heute in der Literarischen Welt, im NordWestRadio (live mit Jurysprecher Tobias Gohlis, So./26.02. in der „Literaturzeit“ zwischen 15.00 und 16.00 Uhr) sowie unter www.arte-tv.com/krimiwelt mit Kommentaren von Tobias Gohlis, Kurzrezensionen der Juroren und weiteren Informationen zu Büchern und Autoren.

Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.

Interessierte Buchhändler können einen dreifarbigen Flyer mit der KrimiWelt-Bestenliste bestellen. Kontakt: KrimiWelt, c/o asv vertriebs GmbH, Süderstraße 77, 20097 Hamburg, E-Mail: krimiwelt@axelspringer.de, Fax: 040/34 72 76 68.

Die März-Bestenliste

1. Andrea Maria Schenkel. Tannöd. Edition Nautilus
Einhausen, Oberpfalz 1954: Auf Tannöd sind der Bauer, die Bäuerin, die alte Bäuerin, die Magd und alle Kinder erschlagen. Ein Dorf versucht zu begreifen. Zeugen reden um den leeren Raum, dazwischen Gebetslitaneien. Selten war die Heimat so schwarz. Ein Debüt, sehr nah dran.

2. Peter Robinson. Kein Rauch ohne Feuer. Ullstein
Eastvale, Yorkshire: Kanalboote brennen, zwei Menschen sind verkohlt. DCI Alan Banks und DI Annie Cabbot stochern in der Asche. Der Verbrecher, den sie jagen, kennt viele Masken; seine beste Tarnung: das Feuer. Solide Polizeiarbeit, mit ansteigender Lebensgefahr.

3. Carl Hiaasen. Der Reinfall. Manhattan
Südflorida: Flutsch, da hat Chaz seine Joey an den Knöcheln gepackt, und der Karibikkreuzfahrttraum der fitten Blondine endet im Golfstrom. Doch Chaz ist ein Versager, als Biologe wie als Killer. Joey schwimmt auf und rächt sich. Schrill, durchgedreht, bester Hiaasen, zum Brüllen komisch.

4. Batya Gur. Und Feuer fiel vom Himmel. Goldmann
Jerusalem: Chaos. Tirza Rubin kriegt eine Marmorkugel auf den Kopf. Entlassene Arbeiter kidnappen die Arbeitsministerin. Im Fernsehsender Kanal 1 geht der Tod um. Der letzte Fall der 2005 gestorbenen Meistererzählerin führt zurück zu einem Kriegsverbrechen israelischer Soldaten 1956.

5. Ulrich Ritzel. Uferwald. btb
Ulm und Umgebung: Das Tagebuch, das neben einer mumifizierten Toten gefunden wird, verlockt Kommissar Kuttner und seine Kollegin Wegenast zu halb privaten Ermittlungen. Gesellschaftsbild aus deutscher Provinz in Zeiten der Globalisierung.

6. Joseph Kanon. Stadt ohne Gedächtnis. Karl Blessing
Venedig 1945: Adam Miller ist ein guter Amerikaner: In Deutschland hat er Kriegsverbrecher gejagt. Jetzt will seine Mutter den Mann heiraten, der den Vater seiner Geliebten an die Nazis verriet. Ein düsteres Kammerspiel über die Unmöglichkeit, unschuldig zu bleiben, und über Besatzer, die nichts wissen, aber das Beste wollen.

7. Henning Mankell. Kennedys Hirn. Zsolnay
Stockholm/Barcelona/Maputo: Auf der Suche nach den Mördern ihres Sohnes reist die schwedische Mutter Louise Cantor ins Herz der Finsternis. In Maputo stößt sie auf „Virus Habgier Typ 1“. Und fragt: Wird es die Welt beherrschen?

8. Magdalen Nabb. Eine Japanerin in Florenz. Diogenes
Florenz: Im Viertel der Kunsthandwerker herrscht beredtes Schweigen. Obwohl Maresciallo Guarnaccia eine ehrliche Haut ist, will man ihm nicht trauen. Alle haben die schöne Japanerin gemocht, die beim besten Schuster der Stadt in die Lehre ging. Nur ihr Mörder nicht. Ein Meisterstück der Engländerin von Florenz.

9. Leif GW Persson. Eine andere Zeit, ein anderes Leben. btb
Stockholm 1975/1989/2000: Die Mauer fällt, ein Statistiker wird abgestochen. 10 Jahre später gräbt der neue Polizeichef im Aktenschmutz und deckt die Hintergründe des ungelösten Falles auf. Ironische Parabel auf den Staat und seine alten Terroristen, die nun Minister werden wollen. Aber bitte ohne Vergangenheit.

9. Charles Willeford: Die schwarze Messe. Pulp Master im Maas Verlag
Orangeville, Florida/New York: Sam Springer is the winner. Pulp-Story vom erfolglosen Schriftsteller, der als falscher Reverend Gutes tut wie keiner und alle alle abzockt. Hohn pur, die heuchlerischen 50er Jahre der USA. Eine Entdeckung. Erstmals auf Deutsch.

Das Krimilisten-Plakat: download(krimiliste.pdf)

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