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Berlin: Eine Ausstellung der Stiftung Brandenburger Tor zeigt den Kunsthändler Paul Cassirer als Verleger

Ein Fest der Künste unter diesem Motto zeigt die Stiftung Brandenburger Tor ab morgen die Ausstellung „Kokoschka, Beckmann, Corinth, Liebermann, Slevogt“. Die Schau, die bis zum 21. Mai im Max Liebermann Haus am Pariser Platz zu sehen ist, zeigt den legendären Berliner Kunsthändler Paul Cassirer (1871–1926) als ebenso engagierten und begeisterten Verleger, der das kulturelle Berlin im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte.

Zusammen mit seinem Vetter Bruno Cassirer gründete Paul Cassirer 1898 eine Kunstgalerie und einen Verlag im noblen Berliner Tiergartenviertel. Die Atmosphäre ihrer Geschäftsräume war vom Lebensgefühl der Jahrhundertwende erfüllt: Der belgische Jugendstil-Architekt Henry van de Velde entwarf einen Lesesalon, der in der Ausstellung andeutungsweise rekonstruiert ist. Selbst Rainer-Maria Rilke schwärmte davon. Das Konzept, Galerie und Verlag zu kombinieren, war ein voller Erfolg.

Die Ausstellung, die bis präsentiert Künstler und Autoren des Verlags wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Pechstein, Oskar Kokoschka, Max Slevogt, August Gaul oder Else Lasker-Schüler nicht nur mit ihren Büchern und der Druckgraphik, sondern auch mit Ölbildern, Plastiken und Zeichnungen.

Ein Fest der Künste, einen Einklang von Architektur, Musik, Dichtung, Malerei und Plastik forderte Paul Cassirer einst für Berlin. Dieses Fest findet nun symbolisch statt. Ein Glücksfall ist der Ort der Ausstellung, denn hier, im Wohnhaus von Max Liebermann, ging Paul Cassirer ein und aus.
Das Begleitbuch zur Ausstellung „Ein Fest der Künste – Paul Cassirer, der Kunsthändler als Verleger“, hg. von Rahel E. Feilchenfeldt und Thomas Raff ist im C.H.Beck Verlag erschienen.

Informationen unter: http://www.stiftung.brandenburgertor.de

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