Zum ersten Mal präsentieren sich in diesem Jahr zur Leipziger Buchmesse neun junge unabhängige Verlage in einer eigenen „Leseinsel junger Verlage“. Mit dabei sind die Independents kookbooks (der auf der Messe den Kurt-Wolff-Förderpreis bekommen wird), blumenbar, Matthes & Seitz, Schwartzkopff Buchwerke, Tisch 7 und der Verbrecher Verlag. Sie bilden den Kern einer Gruppe, die sich im vergangenen Sommer erstmals in der Berliner LiteraturWERKstatt zusammenfand. Ergänzt wird der Leipziger Auftritt durch die Verlage Castrum Peregrini, Kato, Luftschacht und die Zeitschrift „Jungle World”. Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag betont, dass die Teilnehmer keine feste Gruppe bilden: „Wir haben noch nicht einmal einen Namen, aber die Zusammenarbeit klappt inzwischen ganz ausgezeichnet.”
Die jungen Verlage gruppieren sich mit ihren Ständen um eine Leseinsel, auf deren Bühne das Multifunktionsmöbel „Lese+Lebe“ des Designers Nils Holger-Moormann als Lesepult dient. Das Programm ist vielfältig: Alban Nikolai Herbst, Hans-Peter Kunisch und die soeben mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnete Lyrikerin Uljana Wolf werden mit ihren neuen Büchern erwartet. Unter dem Titel „peace now or never” diskutieren der Spiegel-Autor Henrik M. Broder und Publizist Thomas Ebermann.
Um sich als lose assoziierte Gruppe, aber auch individuell vorstellen zu können, laden die Verlage Buchhändler, Journalisten und interessierte Messebesucher zu zwei geführten Rundgängen an ihre Stände ein. Natürlich wird auch wieder gefeiert: Am Freitagabend bitten blumenbar, kookbooks, Jungle World und die Verbrecher zur Party ins „cortex”.