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Neuer Liquiditätsengpass bei Elbeteam – GF Peter Wölki bestreitet jedoch erneute Insolvenz

Elbeteam steht vor einem erneuten Liquiditätsengpass, gab Peter Wölki, Geschäftsführer von Elbeteam, gestern als Grund an, warum man kurzfristig den Händler-Login auf der Homepage geschlossen habe. Vor einigen Tagen hatte das Dresdener Unternehmen seinen Handelspartner per E-Mail die Schließung mit sofortiger Wirkung angekündigt. Seitdem werden keine Bestellungen von Wiederverkäufern mehr angenommen.

„Das Problem ist die schlechte Zahlungsmoral der Händler“, sagte Wölki. „40 000,- Euro an Außenständen müssen inzwischen allein über Rechtsanwälte eingeklagt werden“, gab Wölki an. Außerdem habe man einen Fehler gemacht, als man den Händlern einen generellen Rabatt von 30% auf alle Bücher versprochen habe. „Viele haben sich bei uns mit Schulbüchern eingedeckt und da haben wir letztlich draufgezahlt“, so Wölki weiter.

Klingt es in der Mail an die Wiederverkäufer noch so, als ob es keinen Händler-Login mehr geben werde, korrigiert Wölki gegenüber dem BuchMarkt dieses Bild. „Wir arbeiten an einer neuen Lösung, noch im Januar werden wir erneut auch für Wiederverkäufer zur Verfügung stehen“, sagt Wölki.

Wölki dementiert gegenüber dem BuchMarkt auch Gerüchte um eine erneute Insolvenz. „Zwar läuft ein Insolvenz-Ermittlungsverfahren, aber die Klage, die dem zu Grunde lag, ist längst aus Formfehlern abgewiesen worden“, so Wölki. Falsch seien auch Meldungen in anderen Teilen der Branchenpresse, dass Elbeteam vom neuen Kooperationspartner Venture Capital Firma Central Pacific Investments Ltd. (CPI) bisher kein Darlehen bekommen hätte [mehr…]. „Es ist ein Kredit in Höhe von 1 Mio Euro geflossen, davon konnten wir unter anderem acht neue Filialen eröffnen“, so Wölki gegenüber dem BuchMarkt.

Verzögert habe sich jedoch die Beteiligung der CPI an einer gemeinsamen Holding [mehr…], die dem Dresdner Unternehmen als Beteiligungsgesellschaft weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen sollte. Wölki: „Diese Holding ist auf Grund von uns nicht nachvollziehbaren Verzögerungen nicht zustande gekommen“. Inzwischen sehe man sich parallel nach einem neuen Partner um. Eine Lösung soll noch vor Weihnachten gefunden werden. Dann solle auch ein neues Lager gebaut und nächstes Jahr eröffnet werden. Auch die Planungen am (N)Ostalgiepark an der Autobahn bei Magdeburg würden weiter vorangetrieben werden, so Wölki.

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