Home > News > Ausscheiden Holger Ehlings aus der AuM noch immer nicht bestätigt – aber in der FAZ schon kommentiert

Ausscheiden Holger Ehlings aus der AuM noch immer nicht bestätigt – aber in der FAZ schon kommentiert

Eine offizielle Bestätigung unseres Gerüchts, die Frankfurter Buchmesse werde sich von

Holger Ehling

ihrem langjährigen Pressesprecher Holger Ehling trennen [mehr…], gibt es noch immer nicht. Die Ausstellungs- und Messe GmbH hüllt sich in vielsagendes Schweigen.

Aber die FAZ hat eine Bestätigung erhalten, dass unser Gerücht mehr als ein Gerücht ist, sondern bereits vollzogene Tatsache: Holger Ehling, Leiter der Abteilung Presse und Unternehmenskommunikation und als solcher auch Mitglied der Geschäftsführung, der zweite Mann und als stellvertretender Buchmessendirektor zuständig für internationale Angelegenheiten, ist beurlaubt bis zum Jahresende. „Alles freundschaftlich, man hat sich geeinigt, das üblich Nichtssagende, das in solchen dürren Mitteilungen transportiert wird, dürfte rasch folgen“, kommentiert FAZ-Autor Hannes Hintermeier

Weiter heißt es im FAZ-Text: „Die Personalie überrascht, denn Ehling ist nicht irgend ein x-beliebiger Kommunikator, sondern ein branchenweit geachteter und weithin bekannter Überzeugungsturbo. Ob die Nachricht von der Trennung für den Neuanfang, den sich der ebenfalls noch neue Buchmessedirektor Jürgen Boos – durchaus zusammen mit Ehling – auf die Fahnen geschrieben hat, eine gute ist, wird sich zeigen. Boos hat eine Repolitisierung der Messe angekündigt, er will stärker inhaltlich arbeiten. Alles Dinge, die der vierundvierzigjährige Ehling in seiner verbindlichen Art durchaus beherrscht. Hinter den Kulissen hat er viel bewegt, unter anderem hat er die von Lorenzo Rudolf abgewürgte Gastland-Tradition gerettet. Ehling machte sich auch für das Film- und Fernseh-Standbein der Messe stark, betrieb den Expansionskurs der Buchmesse Richtung Südafrika.“ Und: “Immerhin hat er zwei Jahre unter Volker Neumann die Auftritte des international unerfahrenen Vorgesetzten geglättet und moderiert – bestimmt keine ganz leichte Übung.“

Offiziell wohl, so hat die FAZ erfahren, will Boos die Trennung nicht anders als mit „Kein Kommentar“ kommentieren, weil noch am Text der Presseerklärung gefeilt werde. Dass die Initiative von ihm ausging, verhehlt er jedoch nicht.

Warum das alles? Die FAZ vermutet: „Boos nun, der selbst Erfahrung aus dem internationalen Buchlizenzgeschäft mitbringt, möchte vielleicht lieber selbst Kompetenz verströmen und dabei keinen Nebenmann berücksichtigen, der wie wenige andere buchstäblich in der gesamten Buchwelt vernetzt ist. Im Augenblick besucht Ehling etwa die Buchmesse im mexikanischen Guadalajara, die größte Veranstaltung dieser Art in ganz Lateinamerika. Gerade der zuletzt schwachen Frankfurt-Zuneigung – nur hundertfünfzig Verlage aus dem riesigen Kontinent waren zur Messe erschienen – wollte Ehling so wieder auf die Beine helfen.“

Und die FAZ stellt Ehling ein Zeugnis aus, wie es besser nicht ausfallen könnte: „Ehling, der noch unter dem langjährigen Direktor Peter Weidhaas zur Messe stieß, ist einer, der um die Fragilität einer Marktstellung weiß: In der jüngsten Vergangenheit ist für die Frankfurter der Konkurrenzdruck aus England und Amerika spürbar gewachsen. Ein Profi wie Ehling wird in dieser Branche nicht untergehen, aber er wird in Frankfurt Schuhe hinterlassen, in die so schnell keine(r) passen wird.“

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige