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Am Samstag ging das internationale literaturfestival berlin mit einem Besucherrekord zu Ende

Mit einer Performance der südafrikanischen Künstlerin Gcina Mhlophe im Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße endete am Samstag das 5. internationale literaturfestival berlin (ilb) [mehr…] [mehr…].

Joachim Sartorius, Ulrich Schreiber (v.l.)

Die Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen hat sich bewährt, darin sind sich die Veranstalter einig. Auch der Intendant der Festspiele Joachim Sartorius freute sich, dass das „literarische Ereignis von Weltrang“ erstmals unter seinem Dach stattfand. Ob große Namen wie Kenzaburo Oe, Carlos Fuentes und Hans Magnus Enzensberger oder hierzulande kaum bekannte Autoren wie der Franzose Bernard Friot, dessen Fastgedichte Tobias Scheffel eigens für das ilb übersetzt hatte, das Publikumsinteresse war so groß wie nie zuvor und übertraf alle Erwartungen. Insgesamt kamen 32.000 Zuhörer, 12.000 davon besuchten die Programmsparte Kinder- und Jugendliteratur unter der bewährten Leitung von Miriam Möllers.

Im Café Nabokoff, das im Foyer des Hauses der Festspiele eingerichtet war, mischten sich Literaten mit Zuschauern, am Büchertisch konnte man Chen Jianghong über die Schulter schauen, wie er Bücher mit einer Tuschezeichnung signierte. Eine rundum gelungene Veranstaltung, das fanden nicht nur die Zuschauer, sondern auch die teilnehmenden Autoren. Auch Renate Georgi von der Buchhandlung Kohlhaas & Company und Hildegard Pohl von Le Matou, die die Büchertische betreuten, waren von dem Veranstaltungsort überzeugt.

Wie in den Vorjahren ist im Verlag Vorwerk 8 ein Katalog erschienen, der alle Autoren des 5. ilb in Wort und Bild vorstellt, und im Alexander Verlag die Berliner Anthologie, eine Lyriksammlung, ausgewählt von Autoren des Festivals.

Nun arbeiten Festivalleiter Ulrich Schreiber und sein Team bereits an den Vorbereitungen für das nächste Festival, das vom 6. bis zum 17. September 2006 stattfindet, und sie wünschen sich vor allem eins: Mehr Geld, damit die Autoren, Moderatoren und Übersetzer endlich angemessen bezahlt werden können. So viel steht schon fest: Den Eröffnungsvortrag 2006 wird Edouard Glissant halten.

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