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Erstes Statement von Beteiligungsgesellschaft 3i – nur sehr vorsichtige Formulierungen – Erklärung auch von Zanolli

3i bedauert die Insolvenz von Zanolli und hat gründlich überlegt, ob es mit Unterstützung von Zanolli möglich gewesen wäre, die Insolvenz zu vermeiden. Wir sind jedoch zu der Schlußfolgerung gekommen, daß dies nicht tragfähig gewesen wäre“, so lautet das nun endlich vorliegende Statement einer Sprecherin des Unternehmens.

Die vorsichtige Wortwahl signalisiert, dass die Beteiligungsgesellschaft noch dabei ist, den ganzen Scherbenhaufen zu sichten, Ursachen für die plötzliche Schieflage zu ergründen und Wege aus der Krise zu finden.

Augenscheinlich – so kann man das Statement interpretieren – will man die erst im Dezember 2004 eingegangene 25%ige Beteiligung in Höhe von 20 Mio Euro nun doch nicht mehr aufrechterhalten. [mehr…]

Von Zanolli selbst gab es erst am späten Nachmittag eine Pressemitteilung. Darin heißt es: „Am 14.06.2005 musste die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Zanolli (Zanolli Buch Holding GmbH, Zanolli Art Design Buch- und Medienversand GmbH, Verlag Karl Müller GmbH, Diskus Handelsgesellschaft mbH, BilligBuch GmbH) Antrag auf Eröffnung der Insolvenzverfahren über die Masse der Gesellschaften stellen.

Die Gruppe Zanolli hat in den letzten Jahren ein extremes Wachstum erfahren; die Strukturen konnten nicht schnell genug mitwachsen. So hat die Annahme von Großaufträgen im vergangenen Jahr zu erheblichen, damals nicht vorhersehbaren, Logistikproblemen geführt. Einzelne Aufträge mussten rückabgewickelt werden, was zu erheblichen Liquiditätseinbußen führte.

Die in den letzten Wochen durch 3i Deutschland initiierten Sanierungsbemühungen, die Gruppe nachhaltig zu retten, sind fehlgeschlagen.

Derzeit arbeitet man gemeinsam mit dem zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellten Rechtsanwalt Herrn Dr. Nerlich aus Köln an Fortführungslösungen. Ein erster Finanzier hat sich bereit erklärt, eine solche Lösung zu unterstützen. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 230 Mitarbeiter.“

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