Immer mehr Buchhandlungen in der Schweiz sind mit dem Service des Buchzentrums Olten (BZ) unzufrieden, immer öfter wechseln sie offensichtlich bei Barsortimentsbestellungen zu KNV in Stuttgart.
Hauptpunkte der Kritk sind wohl vor allem administrative Schwerfälligkeiten, lange Wartezeiten am Telefon und zu knapp geführte Lagerhaltung für Ärger.
Buchhändlerin Leslie Lehmannaus Bern etwa äußert den Verdacht, dass die BZ-Katalogisierung von „Nicht-Fachleuten“ gemacht werden, die möglicherweise in „Asien zu billigen Tarifen“ arbeien. Marianne Walti aus Murten (Kanton Bern) meint: „Dass sich das BZ nicht mehr dem Genossenschafts- sondern dem Profitdenken verpflichtet, ist sehr schade und wir fragen uns: wer hat das zugelassen und wer hat versäumt, es zu verhindern?“
„Fatal sind sind die „Fehlt-folgt-Lieferungen“. Die Lieferzeiten sind viel zu lange, abenteuerlich und unverständlich lang. Wir bestellen diese Titel beim KNV. Die Rechnungen betragen monatlich jeweils ca. 2500 Euro. Dieser Umsatz geht dem BZ verloren. Schade“ teilt Buchhändler Walter Reimann aus Zürich mit.
Allerdings wird auch gelobt, so zum Beispiel die freundlichen Damen im CallCenter, die technischen Anbindungsoptionen sowie die großzügige Remissionskulanz. Trotzdem überwiegen die kritischen Aussagen die wohlwollenden.
Wie BZ-CEO Andi Grob reagiert lesen Sie im nebenstehenden Interview [mehr…].
Urs Heinz Aerni
PS: Die nächste Generalversammlung des Schweizer Buchzentrums findet am Montag, den 30. Mai 2005 in Hägendorf bei Olten statt.