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Umsatzaussagen zum April reichen von -3% bis +4%

„Wer alle Umsatzmeldungen ernst nimmt, weiß nicht, wo er steht“: Das schreibt heute Boris Langendorf in seinem Dienst www.langendorfs-dienst.de auf Grund auch der gestrigen Branchen Monitor– Meldung des Börsenvereins [mehr…] und kommentiert (wie zu erwarten, wenn Sie mal bei uns im Archiv nach „Branche“ oder „Langendorf“ suchen*):

„Verglichen mit den extrem auseinanderdriftenden Meldungen vom März ist es fast schon die traute Eintracht, aber dennoch liegen die vier buchhändlerischen Umsatzerhebungen auch für April inakzeptabel weit auseinander: Die Spanne reicht von fast minus drei bis fast plus vier Prozent – für die Branche eine Aussage von bescheidenem Orientierungswert.

Die Extrempunkte markieren wieder mal die Automaten-Erhebungen: Der Branchenmonitor Buch des Börsenvereins rechnet die Umsatzentwicklung April auf +3,9% herauf, während buchreport vergleichsweise schwächliche -2,9% meldet.

In der Mitte finden Sie die aktiv beim Buchhandel abgefragten April-Daten von Langendorfs Dienst (+1,8%) und des Kölner Instituts für Handelsforschung (+1%).

Bei der kumulierten Umsatzentwicklung der ersten vier Monate leidet vor allem der Branchenmonitor Buch unter dem Fluch seiner extrem hohen März-Aussage (+15,5%): Hier liegt der Viermonatswert immer noch um 4,3% über Vorjahr, eine ausgerechnet zum Beginn der Tarifrunden wenig hilfreiche Information. Der buchreport hatte zwar im März mit +16,8% auch ein Phantasie-Ergebnis, ihm kommt aber bei der kumulierten Zahl zupass, dass er im Januar einen argen Ausreißer nach unten hatte, so dass er den Umsatz der ersten vier Monate nur mit +1,7% ausweisen muss.

Bescheidener (und wohl auch der Alltagserfahrung des Buchhandels eher entsprechend) sind die kumulierten Zahlen der zwei nach bewährten Methoden ermittelten Umsatzerhebungen: Bei Langendorfs Dienst liegt der Viermonatsumsatz um 1,0% über Vorjahr, beim Kölner Betriebsvergleich knapp 1% darunter.

Wer alle vier Erhebungen als gleich glaubwürdig bewertet, der hat in diesem Jahr noch keine einzige brauchbare Information zur Entwicklung des Buchhandels bekommen. Diesem Dilemma kann entgehen, wer aktiv abgefragte Umsatzerhebungen von automatisch aus Warenwirtschaften generierten Daten zu unterscheiden weiß.“

*wenn Sie nicht wissen. wie das geht : rufen sie unseren Kollegen Ulrich Faure an – der behauptet steif und fest, dass könne jeder: O2150 9191-59.

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