Unter der Überschrift „Auflage durch Aufregung?“ setzte sich die NRZ gestern auf der NRW-Seite mit dem neuen Kriminalroman „617 Grad Celsius“ des Düsseldorfer Autors Horst Eckert (Grafit) auseinander.

Eckert mische „Fiktion und Realität, Franz Müntefering taucht auf, Holger Pfahls kommt vor, die SPD ohnehin …. Schmutzige Parteipolitik, schmutzige Polizisten, von Schmutz begleitete Karrieren: Eckert trägt in seinem durchaus spannenden Krimi stark auf. … Schriftstellerische Freiheit? Oder das Kalkül auf eine Klage? Auflage durch Aufregung?“
Autor Horst Eckert und Verleger Dr. Rutger Booß wundern sich und sind amüsiert über die Aufgeregtheit, die der Roman bei den beiden Redakteuren der NRZ ausgelöst hat. Der Krimi, so der Verleger, verstehe sich nicht als ein Beitrag zum laufenden NRW-Wahlkampf, sondern sei spannende Unterhaltung in höchster Qualität, die weit über den Wahltag am 22.5. hinausgehe: „Es gibt überhaupt keinen Grund zu einer Klage, von wem auch immer. Horst Eckert greift nicht einzelne Politiker an, sondern die Scheinheiligkeit, die hinter manchen bürgerlichen Fassaden steckt. Diese Scheinheiligkeit manipuliert und zerstört die Schicksale unschuldiger Menschen.“
Es sei Rezensenten wie Ulrich Noller zuzustimmen, der in seiner Besprechung in der Deutschen Welle am 6.4.2005 bemerkte, Horst Eckert montiere in seinem Roman drei Fälle „in gewohnter Qualität zu einem im besten Sinne komplexen Polizeithriller, den man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als ein Sittenbild, als einen Kommentar zur Zeit.“