Es sollte wohl nicht sein: Hunderte Trauergäste haben den israelischen Schriftsteller zwar am Dienstag in Tel Aviv zur letzten Ruhestätte geleitet. Im Beisein seiner drei Kinder und seiner österreichischen Ehefrau, der Autorin Lisa Witasek, wurde Kishon am Nachmittag auf dem Trumpeldor-Friedhof beigesetzt – an der Seite seiner 2002 verstorbenen Ehefrau Sara.
Nicht dabei sein konnten aber sein langjähriger Verleger und Freund Dr. Herbert Fleissner, der wegen schweren Schneesturms nicht aus München wegkommen konnte – auch das Chartern eines Privatjet war deshalb nicht realisierbar – so war vom Verlag nur Dr. Brigitte Sinhuber, seine langjährige Lektorin, die jetzt in Wien lebt, dabei.
Auch sein Taschenbuch – Verleger Stefan Lübbe konnte in Tel Aviv nicht persönlich Abschied teilnehmen, weil ein lange anberaumter Termin mit einem Geschäftspartner aus den USA (der bereits auf der Anreise aus den USA war) nicht abgesagt werden konnte. Ihn und die Familie Lübbe vertrat dort Pressesprecherin Barbara Fischer, die seit Jahren auf Reisen den am Wochenende überraschend verstorbenen Autor betreut hatte.
Am Vormittag der Bestattung war der in eine israelische Flagge gehüllte und mit Blumen geschmückte Sarg im Journalistenhaus Bet Sokolov in Tel Aviv aufgebahrt worden. Mehrere israelische Politiker, darunter die Bildungsministerin Limor Livnat, sowie Künstler und alte Freunde bezeugten den Angehörigen ihr Beileid.