Bereits am 3. Januar hat das Bundeskartellamt einer Übernahme der Geschäftsanteile des Kölner „Buchgroßhändlers“ Fiegweil & Taubert durch die Verlagsgruppe Weltbild GmbH zugestimmt. Das wurde schon seit Tagen hinter den Kulissen gehandelt.
Man rückt also im MA-Bereich enger zusammen: Von Zanolli ist bekannt, dass man mit

einem englischen Investor verhandelt. Jetzt rückt also auch der Kölner Nachbar GLB ins Blickfeld:
Die Weltbild-Gruppe hat wohl deutliches strategisches Interesse, hier z.B. für Jokers Resourcen zu sichern; auf der anderen Seite gibt es sichtlich einen Kurswechsel bei der Holtzbrinck-Gruppe: Denn falls die GLB wirklich zu Weltbild/Jokers wandert, heißt das wohl auch, dass die Holtzbrinck-Gruppe Abschied nimmt von der Inhouse-Vermarktung der Überproduktion: Die Fiegweil & Taubert-Firma GLB hat ja hauptsächlich deren Bestände betreut.
Für Heiner Taubert (Foto) könnte es natürlich auch andere Gründe geben: Er ist immerhin wie sein Partner über sechzig, wird also schon mal an die Nachfolge denken – und auch daran, in Zeiten rigider Kreditpolitik die Finanzierung weiteren Wachstums abzusichern.
Bekannt geworden ist diese Entwicklung dadurch, dass Weltbild das Verfahren am 2. Dezember 2004 (Aktenzeichen B6-140/04) beantragt hatte. Mehr zum Thema demnächst – und überhaupt: Der Bedarf an Resten wird natürlich durch die geplante Expansion von Jokers auf jeden Fall steigen; auf der anderen Seite bleibt die Frage, ob sich das Restegeschäft noch so betreiben lässt, wie bisher.







