Die Axel Springer AG setzte den Expansionskurs der ersten sechs Monate konsequent fort. Der Verlag trieb insbesondere den Ausbau neu gegründeter Objekte erfolgreich voran. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte der Konzern das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (EBITA) auf EUR 261,8 Mio. (Vj.: EUR 163,7 Mio.).
Das Unternehmen erzielte trotz einer weiterhin schwachen Binnenkonjunktur und eines schwierigen Branchenumfelds einen Umsatzzuwachs um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu dieser Steigerung des Konzernumsatzes von EUR 1.788,8 Mio. auf EUR 1.831,2 Mio. trugen sowohl höhere Vertriebs- als auch verbesserte Anzeigenerlöse bei.
Der Konzern-Periodenüberschuß legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 19,9 Mio. auf EUR 126,1 Mio. (Vj.: 106,2 Mio.) zu. Das Ergebnis nach DVFA/SG wurde auf EUR 133,3 Mio. (Vj.: 61,4 Mio.) mehr als verdoppelt. In den ersten neun Monaten 2004 betrug das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG somit EUR 4,36 (Vj.: 1,81).
Im laufenden Geschäftsjahr trug der Abschluß der Vergleichsvereinbarung im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens der Taurus TV GmbH mit EUR 92,6 Mio. zum EBITA bei. Aber auch ohne den erfolgreich abgeschlossenen Kirch-Vergleich und trotz deutlich gesteigerter Einführungskosten für neue Objekte liegt das EBITA der Axel Springer AG oberhalb des Vorjahreswertes.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war in den ersten neun Monaten 2004 mit EUR 202,5 Mio. deutlich positiv. Im Vergleich zum 31. Dezember 2003 nahmen die liquiden Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens kräftig zu. Sie beliefen sich zum 30. September 2004 auf EUR 380,1 Mio. Axel Springer verfügte damit bei Kreditverbindlichkeiten in Höhe von EUR 192,6 Mio. zum Stichtag über eine Netto-Liquidität von EUR 187,5 Mio.
(31. Dezember 2003: EUR 99,4 Mio.).
Einen kräftigen Umsatzanstieg verzeichnete Axel Springer im internationalen Geschäft. Hier stiegen die Erlöse von EUR 248,0 Mio. um EUR 19,1 Mio. (7,7 Prozent) auf EUR 267,1 Mio. Damit erwirtschaftete Axel Springer 14,6 Prozent des Umsatzes im Ausland (Vj.: 13,9 Prozent).
Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2004 waren von außergewöhnlich hohen Anlaufkosten für die Gründung und den weiteren Ausbau neuer Objekte im In- und Ausland geprägt. Dazu gehörten insbesondere die Programmzeitschrift TV DIGITAL (IVW 3. Quartal: 1.186.963 Ex.), die drei Tageszeitungen FAKT in Polen (Auflage 500.000 Ex.), WELT KOMPAKT (Start 24. Mai 2004) in Deutschland und REGGEL (Start 18. Oktober 2004) in Ungarn. Ein weiterer Schwerpunkt war die erfolgreiche Fortführung der in 2003 gestarteten Zeitschriften AUDIO VIDEO FOTO BILD (IVW 3. Quartal 410.270 Ex.) und JOLIE (IVW 3. Quartal 365.480 Ex.).
Im dritten Quartal 2004 wurden zusätzlich weitere Titel wie das vom Münchener Finanzen Verlag herausgegebene neue vierteljährliche Finanzmagazin FONDS & CO., die Rubriken-Zeitschrift AUTOBILD.DE-AUTOMARKT sowie die literarische Zeitschrift DER FREUND, die alle drei Monate erscheinen soll, eingeführt.
Auch im Bereich Elektronische Medien vollzog Axel Springer einen strategischen Wachstumsschritt. Mit der 49,9-Prozent-Beteiligung am Online-Stellenportal Stepstone Deutschland AG stärkte der Konzern seine Position bei der Vermarktung nationaler und regionaler Stellenanzeigen. Nach den Erfolgen mit IMMONET und AUTOBILD.DE bedeutet die Beteiligung an Stepstone eine wichtige strategische Ergänzung des Online-Rubrikengeschäfts von Axel Springer.