Vom 9. bis 11. September 2004 findet im Literaturhaus Frankfurt die erste Frankfurter Literaturbiennale zum Thema „Deutsche Literatur im Ausland“ statt. Im Mittelpunkt der öffentlichen Tagung steht die Frage nach der Vermittlung deutschsprachiger Literatur und ihrer Rezeption im Ausland. Die Veranstaltung mit Vorträgen, Lesungen und Diskussionen soll internationalen Verlegern, Übersetzern, Kritikern und Journalisten Gelegenheit bieten, Kontakte zu knüpfen, deutschsprachige Autoren kennen zu lernen und Einblick in neue Texte zu gewinnen. Mit von der Partie sind die Autoren Thomas Brussig, Gregor Hens, Michael Lentz, Thomas Meinecke, Martin Mosebach, Katja Oskamp, Kathrin Röggla, Ralf Rothmann, Peter Stamm, Antje Rávic Strubel, Josef Winkler.
Zu den internationalen Tagungsteilnehmer gehören u.a. Übersetzerin Shoko Asai (Japan), Verlegerin Valeria Bergalli (Spanien), Boris Chlebnikow (Russland), Verleger Angel Bojadsen (Brasilien), Pierre Deshusses (Frankreich) und Nenad Popovic (Kroatien). Weitere Gäste kommen aus Tschechien, Belgien, Schweden, Italien, Dänemark, England, Ungarn, China, Rumänien, Bulgarien, der Türkei, den USA und natürlich aus Deutschland.
Moderatoren sind die Literaturkritikerin Verena Auffermann, Literaturhaus-Chefin Maria Gazzetti, FAZ-Literaturredakteur Richard Kämmerlings sowie der Kritiker und Übersetzer Michael Hofmann. Letzterer erhält im Rahmen der Literaturbiennale am 9. September den mit 25.000 Euro dotierten ersten DekaBank-Preis des Literaturhauses Frankfurt zur Förderung der deutschen Literatur und Wissenschaft. Die Laudatio hält Durs Grünbein. Der Preis soll in Zukunft jährlich vergeben werden.
Die Literaturbiennale wird von der DekaBank, dem zentralen Fondsdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, gefördert und will einen Beitrag dazu leisten, dass mehr zeitgenössische deutschsprachige Literatur im Ausland veröffentlicht wird. Sie soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.
Anmeldung und Information: Tel. 069/756 184-10 bzw. http://www.literaturhaus-frankfurt.de
Harald Kiesel