Heute im Göttinger Tageblatt zur Übernahme von Deuerlich durch Weiland: [mehr…] „Wir kommen von der wissenschaftlichen Buchhändlerseite und sind prädestiniert, Deuerlich in der Form einer bewährten Universitäts-Buchhandlung weiterzuführen”, erklärte gestern Henning Hamkens, Inhaber des Buchhandelsunternehmens Weiland, das bereits zum 1. September die Geschäfte in der Weender Straße und am Campus übernehmen wird. Seit 1929 war die 1807 gegründete Buchhandlung im Besitz der Familie Ruprecht. Jetzt aber wolle man sich auf das Verlags- und Druckereigeschäft konzentrieren, so Seniorverleger Arndt Ruprecht. Der Familie Ruprecht gehört neben dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht auch die Druckerei Hubert & Co.. Auf Dauer seien drei Geschäftsfelder zu viel geworden, erklärte Ruprecht die Entscheidung, sich von Deuerlich zu trennen. „In der sechsten Generation waren wir noch zu dritt, in der siebten Generation ist aber nur noch meine Tochter in der Geschäftsführung.” Der Verlag sei immer das Zentrum des Unternehmens gewesen, daher wolle man sich auf diesen Bereich konzentrieren. Für Vollbuchhandlungen in dieser Größe werde es zudem immer schwieriger, sich am Markt zu behaupten, erklärte Ulrich Ruprecht. „Die Betriebe mit 20 bis 30 Mitarbeitern haben es heute am schwersten”, meinte auch Hamkens. In filialisierten Betrieben seien hingegen die Kosten geringer und die Marktmacht größer. „Es ist ein Schritt, der uns schwergefallen ist”, gab Verlegerin Reinhilde Ruprecht zu. Mit Weiland übernehme jedoch ein Unternehmen das Haus, das sich seit vier Generationen in Familienbesitz befinde und seine Wurzeln ebenfalls im wissenschaftlichen Buchhandel habe. So werde „ein größtmögliches Maß an Kontinuität” bewahrt.
Zu unserem Interview mit Reinhilde Ruprecht: [mehr…]