Vor zwei Jahren musste schon die Buchhandlung Peppmüller in der Göttinger Innenstadt schließen, [mehr…] vor wenigen Tagen (am 21.7.) hatte auch Schmorl & von Seefeld seinen


letzten Verkaufstag. Und heute wird es um 14.30 Uhr in Göttingen ein Pressegespräch geben, in dem Dr. Reinhilde Ruprecht offiziell bekannt geben wird, dass ihre 1807 gegründete Buchhandlung Deuerlich Bücher und Medien, seit 1929 im Besitz der Familie Ruprecht, den Inhabern des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht und der Druckerei Hubert & Co in Göttingen, zum 1. September von der Weiland Gruppe übernommen wird.
Doch für Göttingen ist dieser für Reinhilde Ruprecht „schwere Schritt“ ein Glücksfall: „Weiland macht es auf Grund seiner Größe möglich, dass nicht nur 40 Arbeitsplätze erhalten bleiben, sondern dass die Göttinger weiter in der Innenstadt Bücher kaufen können.“ (s. dazu auch das nebenstehende Interview „Drei Fragen an…“ [mehr…]). Und, dass der Traditions-Name Deuerlich erhalten bleibt –

anders als bei Thalia (die auch im Gespräch waren) gehört es zum Weiland-Konzept, starke Markennamen am Ort zu erhalten (siehe Mühlau.)
Neben dem Haupthaus am „Nabel“ der Göttinger Fußgängerzone wird eine Filiale am Campus der Universität betrieben. Der Geschäftsbetrieb soll unter Leitung des Prokuristen Eckhard Prinz mit den bisherigen Mitarbeitern weitergeführt werden.
Erklärtes Ziel von Weiland ist es, die „hohen Erwartungen und Ansprüche der Göttinger mit der Weiterführung der Buchhandlung Deuerlich zu erfüllen und zwei traditionsreiche Buchhandelsunternehmen zu einem erfolgreichen und kundenorientierten Unternehmen zusammenzuführen“.
Damit macht Weiland-Inhaber Henning Hamkens (Foto) den nächsten Schritt nach Niedersachsen nach der Eröffnung einer Großbuchhandlung in Hannover im September 2003. Hamkens war übrigens während seiner Ausbildung ein Jahr lang in der Deuerlichschen Buchhandlung in Göttingen tätig und möchte „die Kontinuität für den Standort wahren und die Geschichte der Buchhandlung in Göttingen zukunftsorientiert weiterschreiben“.
Die Verkäufer begrüßen die Fortführung der Buchhandlung im Rahmen einer mittelständischen Buchhandelsgruppe, die ihre Wurzeln ebenfalls im wissenschaftlichen Buchhandel hat. Als Motiv für den Verkauf geben die Gesellschafter an, sich auf das Verlags- und Druckereigeschäft konzentrieren zu wollen.