Julia Franck erhält den Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing. Damit soll das Gesamtwerk der in Berlin lebenden Schriftstellerin gewürdigt werden. In ihrem neuen Roman „Lagerfeuer“ (DuMont) setze sich die Autorin literarisch, historisch und politisch mit einem lange tabuisierten Teil der jüngsten deutschen Geschichte auseinander – dem Flüchtlingsstrom von Berlin-Ost zum Westen vor dem Hintergrund des „Kalten Krieges“, so die Akademie. Gegen die Verklärung und das neue Interesse an der DDR setze sie in diesem Werk die kritische Aufklärung. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Tagung „Nähe in der Fremdheit“ vom 17. bis zum 19. September. Die Laudatio hält Arnold Stadler.
Informationen unter http://www.ev-akademie-tutzing.de