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Amazon-Chef Jeff Bezos stützt Börsengang von Google

Jeffrey P. Bezos, 40, der laut Forbes Liste (2003) mit 5,1 Milliarden US-Dollar zu den 400 reichsten Amerikanern zählt (Platz 32) und Chef von Amazon http://www.amazon.com, dem wahrscheinlich grössten Web-Warenhaus der Welt ist, hat ja schon so manche Investition vorgenommen. Gerade haben wir über die Eröffnung von vier neuen Verkaufs-Shops unter der Marke Amazon berichtet (link meldung).

Nun unterstützt Bezos öffentlich, als sogenannter „initial investor“ den Börsengang der Suchmaschinen-Firma Google http://www.google.com. Neben Jeff Bezos gehören auch Andy Bechtolsheim, der Mitbegründer von Sun Mircosystems und Wilson Sonsini, der eine der bekanntesten Rechtsanwaltskanzleien in Silicon Valley betreibt, zu den „initial investors“ von Google. Nun ist es nur so, dass Bezos, als Start-Up-Unterstützer, bereits im Jahr 1998 ca. 100 000 US-Dollar in Google investierte und dafür ca. 3 Millionen Stück Aktien/Anteile an Google erhielt. 2,7 Milliarden Aktien wird Google nun, keiner weiss genau wann, an die Börse bringen. Zu einem Emissionspreis von irgendetwas zwischen 5 – 20 US-Dollar. So werden aus 3 Millione Aktien für 100 000 US-Dollar 3 Millionen Aktien mit einem Gesamtwert von irgendetwas zwischen 15 – 60 Millionen US-Dollar. Oder anders gesagt: Der Amazon Chef vergoldet sich gerade seine Investition und hat jeden Grund öffentlich gutes Wetter für Googles Börsengang zu machen.

Letztes Jahr hat der Amazon Gründer auch 1,5 Milliarden US-Dollar seines Privatvermögens in die Firma Blue Origin http://www.blueorigin.com gesteckt, die eine Weltraumfähre für private Flüge ins All entwickelt. Unter anderem hat er dafür unseren Lieblingsautor Neal Stephenson http://www.nealstephenson.com angeheuert. Die Investition in Google war und ist ein kluger Schachzug Bezos‘: Sollte sich die von Amazon selbst entwickelte Suchmaschine A9.com http://a9.com nicht durchsetzen, wird die Zusammenarbeit mit Google sicherlich reanimiert werden. Beim Web-Such- und Statistik-Dienst Alexa http://www.alexa.com arbeitet man bereits eng zusammen. Bezos kann also nur gewinnen – entweder direkt fürs eigene Portemonnaie und/oder für die weitere Entwicklung von Amazon. Nach wie vor hält Google sich übrigens den Termin für den wohl grössten IPO des Jahres in Amerika offen. Sollte der Emissionspreis wirklich 20,- US-Dollar pro Aktie betragen, wäre die Firma Google schlagartig 54 Milliarden US-Dollar wert- mehr als Daimler Chrysler. Irgendwie kommt uns das alles ziemlich bekannt vor – aber dieses Jahrtausend soll ja viel besser werden… Wer sich auf dem Laufenden halten möchte, dem sei die „Inoffizielle Website zum Google IPO“ empfohlen: http://www.google-ipo.com.
STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de

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