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Anna Funder gewinnt Samuel Johnson Prize 2004

Die australische Autorin Anna Funder hat am Abend des 15. Juni in London für ihr Debüt „Stasiland“ (Europäische Verlagsanstalt, 2004) den wichtigsten englischen

Anna Funder

Sachbuchpreis, den mit 30.000 englischen Pfund dotierten Samuel Johnson Prize, erhalten.

Die von der BBC gestiftete Auszeichnung wird für das beste Buch aus den Bereichen Biografie, Reiseliteratur, Populärwissenschaft, Kunst oder Politik verliehen.

In „Stasiland”, einer literarischen Reportage, läßt Anna Funder Täter und Opfer aus der ehemaligen DDR zu Wort kommen. Ihr schriftstellerisches Interesse gilt dem Leben unter den extremen Bedingungen einer Diktatur.

Funder fördert nicht nur die Geschichten derjenigen Menschen zu Tage, die sich gegen Ungerechtigkeit des Systems mit unglaublichem persönlichem Mut wehrten, sondern sie erzählt auch von ehemaligen Stasimitarbeitern, die sich an ihre überholten Überzeugungen klammern.

Ihre Bewunderung gilt den Stasi-Opfern, die in ihrem Buch zu Helden werden.

Die Autorin widmete ihre Dankesrede den vielen Gesprächspartnern, die sie für „Stasiland“ interviewte, unter anderem Miriam Weber, die als 16jährige versuchte, über die Mauer zu fliehen.

Anna Funder, geboren 1966, wuchs in Melbourne und Paris auf. Sie studierte in Melbourne und an der FU Berlin, arbeitete als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Internationales Recht und als Dokumentarfilmerin. Anna Funder lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Sydney.

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