Bertelsmann und Sony blicken „auf zwei produktive Tage bei der mündlichen Anhörung in Brüssel zurück“ – so heißt es in einer Presseinfo von heute abend zur geplanten Fusion der beiden Musikfirmen [mehr…].
Die Unternehmen haben Argumente zu sämtlichen Punkten präsentiert, die in der zuvor von der EU-Kommission verschickten Mitteilung der Beschwerdepunkte („Statement of Objections“ / „SO“) angesprochen wurden. Rechts- und Wirtschaftsexperten, Beamte von 13 nationalen Wettbewerbsbehörden sowie interessierte Dritte folgten den Ausführungen. Diese Präsentationen ergänzten umfassende schriftliche Stellungnahmen, die letzte Woche eingereicht wurden.
Bertelsmann Sprecher Oliver Hergesell: „Die Diskussion bei der Anhörung verlief konstruktiv. Bertelsmann und Sony sind zuversichtlich, dass ihre Präsentationen zum wirtschaftlichen Umfeld der Musikindustrie und zum Kulturprodukt Musik verstanden wurden. Die Unternehmen werden ihr proaktives Engagement mit der EU-Kommission unverändert fortführen, bis eine endgültige Entscheidung erreicht worden ist. “
Weiter heißt es in der Pressemitteilung:
„Das Joint Venture Sony BMG ist die Reaktion auf nachhaltige Veränderungen in der Tonträgerbranche. Es ermöglicht den Aufbau eines fokussierten Tonträgergeschäfts. Das Gemeinschaftsunternehmen wird substanziellere Investitionen in die Kreation von Musik („Artists and Repertoire“) erlauben als andernfalls möglich wären und auf diese Weise die kulturelle Vielfalt in Europa bewahren und fördern. In einem sich rasch wandelnden Marktumfeld werden am Ende die Musikkonsumenten Nutznießer des Joint Ventures sein.“