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Time Warner steigert Umsatz und Gewinn und investiert in das DRM-System ContentGuard – zusammen mit Mircosoft

Time Warner http://www.timewarner.com, nun ohne das ungeliebte AOL im Namen, der amerikanische Medienkonzern, steigerte im ersten Quartal 2004 im Vergleich zum Vorjahr sowohl seinen Umsatz (von 9,24 Milliarden US-Dollar auf 10,1 Milliarden US-Dollar) wie auch seinen Gewinn (von 396 Millionen auf 961 Millionen US-Dollar). Einen Grossteil des Geldes trug natürlich die 3teilige Verfilmung des „Herrn der Ringe“ bei. Produziert
wurde der allerdings nicht direkt von Warner, sondern von dem kleinerem Studio New Line Cinema (einer Warner-Tochter), um ein eventuelles Scheitern der Verfilmung nicht Warner anzulasten. Die DVD- und Videoauswertung des 3. Teils (Die Rückkehr des Königs) sowie die Auswertung der Gesamttriologie
steht in vielen Ländern noch aus und dürfte auch im 2. Quartal 2004 für sichere Umsätze sorgen. Die reine Verlagssparte von Time Warner musste einen leichten Umsatzrückgang auf 1,01 Milliarden US-Dollar (minus 6 Prozent) hinnehmen. AOL gewann im ersten Quartal 600 000 neue Kunden, verlor aber insgesamt betrachtet 237 000 Nutzer. Immerhin erwirtschaftete
AOL einen Umsatz von 2,19 Millarden US-Dollar und trägt so einen schönen Batzen zum Gesamtumsatz bei.

Interessant ist, dass Time Warner in die Software-Firma „ContentGuard“ http://www.contentguard.com investiert hat. „ContentGuard“ wurde von dem legendären Xerox Palo Alto Research Center http://www.parc.xerox.com, kurz PARC genannt, entwickelt und ist eine Technologie für das Digital Rights Management (DRM) und die digitale Distribution von Rechten. Dabei geht es sowohl um Verwaltungs- und Kontrollsysteme für die Rechte an Büchern, wie auch an Liedern, Bildern, Filmen oder Fotos, bzw. einzelnen Teilen davon.
Das im April 2000 gegründete Unternehmen hat, nachdem Xerox
http://www.xerox.com seine Anteile verkauft hat, nur noch einen weiteren Mitgesellschafter: Mircosoft. Schön wäre es, wenn die Verlage nicht nur die Dringlichkeit eines funktionierenden DRM-Systems für ihre – mit Recht – so hoch gehaltenen Rechte erkennen, sondern auch die Verantwortung für die zügige Entwicklung und Standardisierung übernehmen würden.

STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de

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