Wie das Handelsblatt meldet, ist die Buchmesse in Leipzig gstern „mit einem Eklat“ gestartet: Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, hat aus Protest den Festakt zur Eröffnung des Branchentreffs im Gewandhaus verlassen. Grund war eine Rede der früheren lettischen Außenministerin Sandra Kalniete. Kalniete hatte in ihrer Rede nach Ansicht Korns Nationalsozialismus und Kommunismus gleichgesetzt. Korn stand daraufhin mit einigen Beratern von seinem Platz auf und sagte: „Das höre ich mir nicht an.“
Kalniete, die künftig EU-Kommissarin sein wird, hatte von Erkenntnissen gesprochen, dass die beiden totalitären Regimes Nationalsozialismus und Kommunismus gleichermaßen kriminell waren. Korn sagte nach dem Verlassen des Saals: „Das war unerträglich.“ Man dürfe nicht den Nationalsozialismus, der
48 Millionen Menschen das Leben gekostet habe, mit dem Kommunismus gleichsetzen.