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The Digital Imprimatur

Wer hätte das gedacht: Früher hieß es immer, im Internet liest ja kein Mensch. Heute ist es so, dass wir uns fragen, wer da eigentlich nicht mehr liest! Denn immer mehr entwickelt sich das Web zu einem Medium, in dem gerade längere Geschichten publiziert, verbreitet und rezipiert werden. Was sicherlich auch mit dem „Power-Point“-Journalismus zu tun, dem die großen Blätter hierzulande huldigen. Seit Mitte Februar veröffentlicht das Magazin für Netzkultur Telepolis ein inzwischen 12-teiliges Special mit dem Titel Das Ende des Internet? im Web. Unter http://www.heise.de/tp/deutsch/special/ende/default.html können wir die autorisierte Übersetzung des Essays The Digital Imprimatur von John Walker, Mitbegründer von Autodesk Inc. und einstige Programmierlegende, lesen. Walker behandelt in seinem kantigen Text all die Fragen, die auch den Verlagen, Publizisten und Autoren auf den Nägeln brennen: Digital Rights Management (DRM), öffentliche WLAN-Zugänge, Identifizierung, Zertifikate und Trusted Computing, Zahlungs- und Mircopayment-Systeme, Kontrolle, Zensur, Veröffentlichungsbeschneidungen, Überwachung usw. usf. Die nicht immer ganz leichte Kost lohnt jedoch die Lektüre, denn Walker hat, neben seiner eher pessimistischen Aussicht für die weitere Entwicklung des Internet, auch viele gute Ansätze und einfache Ideen für uns parat. STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de

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