Wenn vom 23. bis 26. März 2004 der zweite gemeinsame Kongress für Information und Bibliothek stattfindet, avanciert die Leipziger Buchmesse zum Mekka der Bibliothekare und Informationswissenschaftler. Der Kongress, der unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen, Dr. Georg Milbradt, steht, wird von der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e. V. (BDB) und der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. (DGI) veranstaltet.
Mit dem bewusst doppeldeutigen Motto „INFORMATION MACHT BILDUNG“ wollen die Veranstalter dieser Arbeits- und Fortbildungstagung kultur- und bildungspolitisches Terrain betreten. Für die zentralen Veranstaltungen zu den Themen Bibliothek und Information im Kontext von Wirtschaft, Bildung und Politik konnten renommierte Experten aus den jeweiligen Bereichen gewonnen werden. So wird die Eröffnungsveranstaltung ihr Glanzlicht durch den Festvortrag von Prof. Hans-Olaf Henkel, dem Präsidenten der Wissenschaftsgemeinschaft „Gottfried Wilhelm Leibniz“, erhalten.
Im Mittelpunkt des Kongresse stehen drei Schwerpunktveranstaltungen. Zum Thema „Wirtschaft und Information“ diskutieren führende Vertreter der Automobilwirtschaft und der mit ihr verbundenen Informationsgewinnung und Informationsvermittlung über die „Standortfrage Deutschland“.
Innerhalb des Bereiches „Bildung und Information“ erörtern beispielsweise Annette Schavan, die baden-württembergische Kultusministerin, und Bernd Meyer vom Deutschen Städtetag mit deutschen und dänischen Bibliotheks-Vertretern den Beitrag der Bibliotheken zur Bildungslandschaft.
Das dritte Thema lautet „Politik und Information“. Dieser Themenblock steht unter dem Motto des Grundgesetz-Artikels 5: „Jeder hat das Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ Eingeleitet wird der Komplex mit einer Diskussion über „Gegenwart und Zukunft des Urheberrechts“ aus Bibliothekssicht (Gabriele Beger) und Verlegersicht (Georg Siebeck).
Der zweite Teil, zugleich die Abschlussveranstaltung des Kongresses, beschäftigt sich mit den Optionen globaler und nationaler Informationspolitik (Prof. Rainer Kuhlen) angesichts des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft sowie mit den fachlichen und politischen Prinzipien, den freien Zugang zu Informationen zu gewährleisten.
Wie bei den früheren Jahrestagungen und Kongressen erwartet die Teilnehmer zudem ein umfangreiches Angebot an Fortbildungsveranstaltungen. Neu ist, dass die zentralen Programmteile diesmal auch für die Messebesucher geöffnet werden.
Über 3.000 Bibliothekare, Informationsfachleute und 200 renommierte internationale Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben ihre Teilnahme bereits angekündigt. Ehrengast wird die Präsidentin des Weltverbandes der Bibliotheks- und Informationsverbände IFLA, Kay Raseroka, aus Botswana sein.
Ergänzt wird der Kongress von einer Fachausstellung auf dem Messegelände, in der sich rund 150 Dienstleister der Informationswirtschaft unter einem Dach präsentieren. Das Spektrum reicht vom klassischen Buchbinder bis hin zu Möbelherstellern, Datenbankanbietern und Software-Entwicklern.







