Das macht schlechte Laune schon am frühen Morgen: In einer vom Eschborner Beratungsunternehmen Detecon vorgelegten Studie wird in mehreren Thesen eine ernüchternde Sicht der Zukunft Verlagsbranche gegeben. Die Experten kommen nach Analyse von Zeitungs-, Zeitschriften – und Buchgeschäft im Prinzip zum Schluss, dass es über weite Strecken keine ausreichende Anpassung an die Krise gegeben habe – von technologischer Innovation ganz zu schweigen. Dieses Phänomen hat der Wirtschaftswissenschaftler Karl Aiginger in einem Beitrag für die heutige „Neue Zürcher Zeitung“ für die gesamte deutsche Wirtschaft beobachtet. Er zeigt, dass viele europäische Länder Deutschland nachhaltig abgehängt haben, weil sie ständig in Technologie als Wachstumsmotor investiert hätten.
Die diesbezüglichen Anstrengungen der deutschen Verlagsbranche bewertet Detecon als unzureichend. Der Umsatz werde bis 2008 um weitere zwei Milliarden Euro zurückgehen. Vor allem die kleinen Verlage werden es schwer haben, weil viele derzeit propagierte Vorschläge zur Lösung der Probleme nur den Markengiganten nutzen. Ausdrücklich nennt Detecon die Themen Paid Content, E-Paper und Cross Media, die nach Ansicht der Experten «auch in Zukunft wenig Aussicht auf Erfolg» versprechen.
Zum Artikel: http://www.netzeitung.de/medien/259955.html
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