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Random House / Ullstein Heyne List: Wie gehts weiter? Gesamtverkauf an Johannes Heyne/Martin Dort immer noch möglich?

21. 10.03: 16 Uhr) Diese Meldung von heute früh ist nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand – siehe dazu [mehr…] :

Nun wird mit der erneuten Verschiebung die Wartezeit immer unerträglicher, für die betroffenen Mitarbeiter der Ullstein Heyne List Gruppe – und für die Branche. Jetzt blühen wieder die Spekulationen auf, mit denen sich die „Insider“ in den Gängen der Buchmesse gegenseitig „informiert“ haben.

Denn die Erleichterung über die vermeintliche Lösung durch den Teilverkauf von Ullstein Econ List an die Bonnier Gruppe war inzwischen wieder allgemeiner Verunsicherung gewichen. Weil im Grunde alles wieder offen ist, auch wenn das Kartellamt eine Genehmigung des Heyne Kaufs in Aussicht stellt. Denn zu rechnen ist mit einer weiteren Zeit der Lähmung, die durch Gegen-Klagen (von welcher Seite auch immer) ausgelöst werden könnte.

Einzig eines gilt inzwischen als sicher: Christian Strasser, der die Gruppe aufgebaut und der bis zuletzt daran glaubt hatte, mit einer Gruppe von Getreuen und Investoren im Rücken die inzwischen entschuldete und gut operierende Gruppe weiterführen zu können, hat sich in einer bewegenden Rede am Buchmesse Mittwoch schon verabschiedet. Denn er spielt (egal in welcher Konstruktion) in allen denkbaren Szenarien keine Rolle mehr.

Zum Verständnis: Auch der bereits gemeldete Verkauf der Verlagsteile Ullstein Econ List an die Bonnier Gruppe ist bislang noch nicht vom Kartellamt genehmigt. Und er wird nur wirksam, wenn gleichzeitig das Kartellamt die Zustimmung dazu gibt, dass Random House den Heyne Verlag übernehmen darf. Was trotz positver Signale (siehe vorige Meldung) zumindest nicht sicher ist. Denn es sind beim Kartellamt noch einmal massivste Argumente gegen eine Zustimmung eingegangen – unter anderem auch der Hinweis, dass man bei allen Berechnungen von Marktanteilen auch die Buchclub Dominanz des Konzerns im Markt der preiswerten Bücher nicht ausser Acht lassen dürfe. Dazu habe der Konzern deutlich gezeigt, zu welchen monopolistischen Aktionen er fähig sei, und dass trotz (oder wegen) seiner dezentraler Führung: Das Muskelspiel des Clubs beim Bohlen Buch wirkte nicht wie mit Random House abgesprochen und kam sicherlich zur Unzeit. All das scheint das Kartellamt noch einmal sorgfältigst abwägen zu müssen.

Was könnte übrigens noch passieren, wenn das Kartellamt jetzt doch noch zum Schluss die Heyne Genehmigug nicht eteilt und damit der Bonnier Deal platzt?

Wird dann Bonnier die gesamte Gruppe übernehmen (können, wollen?). Oder kommt ein Szenario in Betracht, das zwar nicht neu ist, in den Betrachtungen der letzten Wochen aber kaum mehr Notiz gefunden hat: Nach wie vor liegt Random House Chef Dr. Jörg Pfuhl ein Angebot von Johannes Heyne und Martin Dort (beide Christian Verlag) vor, die gemeinsam mit der britischen Investoren Gruppe Henderson die gesamte Gruppe übernehmen und weiterführen wollen: Und das zumindest solange, bis eine Klage durch alle Instanzen gegangen sei. Insider rechnen dafür mit einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren.

Dass geklagt wird, scheint ausser Frage: Klagt nicht Random House im Falle einer Ablehnung, dann wird das bei Genehmigung dafür wohl DTV tun. Mit der Zustimmung der Gesellschafter wäre jedenfalls nach unseren Informationen zu rechnen.

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