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Chinas Buchmarkt boomt und mit ihm die Pekinger Buchmesse / Deutsche Verleger zufrieden

Die 10. Internationale Pekinger Buchmesse, die am Sonntag nach sechs Messetagen zu Ende ging, konnte sich über eine rasante Steigerung der Besucherzahlen freuen. Die Messe, die wegen des SARS-Virus von Mai auf September verschoben wurde, beherbergte im Beijing Exhibition Center auf 26.400 Quadratmetern 939 Aussteller. Rund 40 Länder nahmen teil.

Am deutschen Gemeinschaftsstand, der von der Frankfurter Buchmesse organisiert und durch das Bundeswirtschaftsministerium finanziell unterstützt wurde, stellten auf 104 Quadratmetern 40 Verlage rund 1.800 Neuerscheinungen aus. „Man muss hier Präsenz zeigen“, so die generelle Meinung unter den deutschen Ausstellern. Die Verlagsvertreter, die mit nach Peking gereist waren, kehren mit positiven Ergebnissen nach Deutschland zurück: Die Zahl und die Qualität der Lizenz-Anfragen hat im Vergleich zu den Vorjahren weiter zugenommen. 2002 stand der chinesische Sprachraum bereits an zweiter Stelle, was den Kauf von Lizenzen deutscher Titel angeht.

Stargast am Gemeinschaftsstand deutsprachiger Verlage war Bestsellerautor Thomas Brezina. Von ihm sind inzwischen mehr als 20 Bücher in der Volksrepublik auf den Markt gekommen und er ist dort so populär, dass seine Titel allein für 4,5 Prozent des Umsatzes im Kinderbuchbereich sorgen. Die Startauflage seiner im letzten Jahr in China erschienenen neuen Fantasy-Serie lag bei 60.000 – eine auch für China immense Zahl.

Die chinesische Wirtschaft ist weiter im Aufwind und selbst der Rückgang im Buchimport in Folge der SARS-Epedemie im Frühsommer konnte laut Harald Gläser vom Barsortiment Koch Neff & Oetinger inzwischen ausgeglichen werden: „Es gab zwei Monate, da wurde gar nichts gekauft, nun läuft es wieder.“ Das chinesische Verlagsamt berichtet, dass im September höhere Buchumsätze registriert werden konnten als je zuvor. Die Umsatzzahlen lagen bereits zu diesem Zeitpunkt etwa 15 Prozent über den guten Vorjahres-Zahlen.

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