In diesem Jahr ehrt die Stadt Plauen den Zeichner e.o.plauen, der am 18. März 100 Jahre alt geworden wäre. Seine Bildgeschichten von „Vater und Sohn“ kennt fast jeder. Erich Ohser veröffentlichte sie unter dem Pseudonym e.o.plauen in den 30er Jahren in der „Berliner Illustrierten“. Als Vierjähriger kam der in Untergettengrün bei Adorf Geborene mit seinen Eltern nach Plauen, ging hier zur Schule und absolvierte eine Lehre als Schlosser. Neben einer umfangreichen Werkschau mit Bildern des zu den Begründern des deutschen Comics geltenden Künstlers gibt es am Wochenende eine Matinee im Vogtlandtheater Plauen. In seinen Bildgeschichten von „Vater und Sohn“ hatte e.o.plauen einen gutmütigen, schnauzbärtigen Vater und seinen pfiffigen, zu vielen Streichen aufgelegten Sohn karikiert.
Erich Ohser wuchs in Plauen auf und studierte in Leipzig an der Akademie für Grafische Künste und Buchgewerbe. Er lernte Erich Kästner kennen, illustrierte für ihn journalistische und literarische Arbeiten. Nachdem er von den Nationalsozialisten Berufsverbot erhielt, arbeitete er für den Ullstein Verlag als unpolitischer Zeichner weiter. Unter seinem Pseudonym e.o.plauen veröffentlichte er Ende 1934 erstmals „Vater und Sohn“-Geschichten. Bis 1937 erschienen die Geschichten und wurden in Sammelbänden herausgegeben. Nachdem Ohser denunziert wurde, verhaftete man ihn 1944. Bevor das Gericht ein Todesurteil verhängte, nahm sich Ohser am 6. April 1944 in seiner Gefängniszelle das Leben.
Bücher und Autor:innen in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
Um diese Buchgeschichten geht es im Feuilleton der kommenden „FAS“: Mit den besten Empfehlungen Für alle, die noch Geschenke suchen: Unsere Bücher, Musik, bewegten Bilder und nützlichen Dinge zu Weihnachten