Auch Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt reagierte bereits auf die massiver werdenden Äußerungen über einen angeblichen Umzug der Frankfurter Buchmesse nach München: „Uns liegen seit heute konkrete Inhalte vom Börsenverein des deutschen Buchhandels für einen neuen Rahmenvertrag zur Durchführung der Buchmesse am Standort Frankfurt in der Zukunft vor. Wenn wir uns auf diesen Vertrag einigen, könnte er ab 1. April dieses Jahres in Kraft treten; vorgesehen ist eine Laufzeit bis zum Jahr 2010. Diese Vorstellungen werten wir daher als ein klares Bekenntnis der Frankfurter Buchmesse zum Standort Frankfurt.“
Bei dem Vorschlag gehe es nicht nur um einen Mietvertrag wie den bislang existierenden, sondern um einen Kooperationsvertrag, der weit darüber hinaus reiche und die Beziehung der Partner auf eine neue Basis stelle. Die Messe Frankfurt würde in Zukunft als „Professional Fair Organiser“, d.h. als Durchführungsgesellschaft für die Buchmesse auftreten und sämtliche technischen und organisatorischen Dienstleistungen erbringen, die für die Durchführung der Buchmesse erforderlich seien.
„Dieser Vorschlag für einen neuen Rahmenvertrag bietet ideale Perspektiven,“ so von Zitzewitz, „da diese Überlegungen zu wesentlichen Vorteilen für die Aussteller führen werden. Die Details können in den nächsten Wochen zügig ausgearbeitet werden.“
Deutscher Buchhandlungspreis: Was bisher geschah
Lange war unklar, wann und wo der Deutsche Buchhandlungspreis für das Jahr 2025 vergeben werden sollte, schließlich wurde die Leipziger Buchmesse dazu auserkoren. Doch die wird es nun auch nicht und der Preis steht inzwischen im Zentrum eines kulturpolitischen Konflikts. Wir fassen zusammen.