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Hilmar Hoffmann als Moderator im Messestreit? Brisante Angebote der Messe Frankfurt liegen vor – bis hin zur Übernahme

In den letzten Wochen sah noch so aus, als wären die Fronten zu starr zwischen den Kontrahenten Messe Frankfurt und der Frankfurter Buchmesse, als dass es einen wirklichen Fortgang bei den Gesprächen geben könnte. Heute nun hat BILD FRANKFURT enthüllt, dass es durchaus konkrete Vorschläge gibt, wie es zumindest zwischen „Vermieter“ Messe Frankfurt und „Mieter“ Frankfurter Buchmesse weitergehen könnte und das Ziel einer deutlichen Kostensenkung erreicht werden kann, ohne dass eine der beiden Seiten ihr Gesicht verliert.

Denn klar schien, dass die Messe Frankfurt sich keinen Zentimeter bewegen kann, ohne Präzedenzfälle für ihre anderen Messen zu schaffen. Und umgekehrt muss Messechef Volker Neumann aus der Kostenfalle heraus, die ihn zu jährlichen Erhöhungen der Standgebühren für die Aussteller zwingt, weil ein laufender Zehnjahresvertrag mit eingebauten Kostensteigerungen erfüllt werden muss – die Diskussion um hohe Hotelpreise ist dabei nur ein ebenfalls wohl unlösbar scheinender Nebenschauplatz.

Laut BILD gibt es jedoch ganz konkrete Vorschläge des Vermieters, wie sich ganz deutliche Kosteneinsparungen ergeben könnten, ohne dass es zu einem letztlich ja nicht unproblematischen Umzug der Messe nach München, Berlin, Köln oder Hannover kommen müsse (das sind die Städte, mit denen es derzeit Kontakte gibt): Etwa allein schon dadurch, dass man den Aufbau der Stände (ein enormer Kostenblock) durch eine andere (messe-eigne) und deutlich billigere Firma durchführen lassen könne.

Brisant dabei wohl auch, weil das natürlich schmerzhafte personelle Folgen hätte: Die Messe Frankfurt habe auch angeboten, gegen eine beträchtliche Lizenzgebühr die komplette Durchführung der Messe damit aber auch das gesamte wirtschaftliche Risiko zu übernehmen – ein Vorschlag [mehr…], der nach unseren Informationen längst auf dem Tisch liegt, auf den aber noch nicht reagiert worden ist.

Die Messe Frankfurt hat nach unseren Informationen ein großes Interesse daran, die Messe in Frankfurt zu sichern (ihr Sprecher Andreas Kaster: „Es geht nicht nur darum, die Messe in Frankfurt zu halten, es geht auch um die langfristige Sicherung der Idee einer internationalen Messe.“

Wie es weiter gehen könnte: Es gibt bereits Überlegungen beim Vermieter der Hallen: Man will den Frankfurter „Kultur-Pabst“ (BILD) Prof. Hilmar Hoffmann als Moderator für die festgefahren scheinenden Gespräche zu gewinnen. Er hat sich auch schon in BILD zu Wort gemeldet: „Bücherschau muss bleiben.“

Heute übrigens konstituiert sich der neue Aufsichtsrat für die Börsenvereinsholding, der künftig auch für die Buchmesse zuständig ist (den AR der Buchmesse gibt es dann nicht mehr). Auf den kommt jetzt viel Arbeit zu. BILD meint kämpferisch in einem Kommentar dazu: „Jetzt ist Herr Neumann dran.“

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