Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vergibt ihren Preis für Journalismus und Demokratie in diesem Jahr an die Journalistin und Buchautorin Anna Politkovskaja. Die Verleihung der mit 20.000 Dollar dotierten Auszeichnung findet am 20. Februar 2003 im Hofburg Congress Center in Wien im Rahmen der jährlichen Parlamentarischen Versammlung der OSZE statt.
Der Preis für Journalismus und Demokratie wurde 1996 auf Initiative von Freimut Duve, ehemaligem Bundestagsabgeordneten und Mitglied der Deutschen Delegation in der OSZE, eingerichtet.
Geehrt wird Anna Politkovskaja für ihren Einsatz im Tschetschenien-Krieg. Sie arbeitet für die Moskauer Tageszeitung „Nowaja Gaseta“ und verbringt als Kriegskorrespondentin seit fast drei Jahren jeden Monat zehn Tage in Tschetschenien, oftmals mit großem persönlichem Risiko. Im Mittelpunkt ihrer Berichterstattung steht der Alltag der Tschetschenen, der geprägt ist von Folter, Hinrichtungen, Entführungen und Plünderungen. Ihre schonungslosen Reportagen und Analysen der Auswirkungen des Krieges und der Interessen, die an seiner Fortführung bestehen, brachten Anna Politkovskaja internationale Anerkennung. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2001 mit dem Preis der russischen Journalistenunion.
Ende Januar erschien im DuMont Literatur und Kunst Verlag die deutsche Übersetzung von „Tschetschenien – Die Wahrheit über den Krieg“ mit einem Vorwort von Dirk Sager, dem langjährigen ZDF-Korrespondenten in Moskau.
Kristin Rosenhahn steigt in der Penguin Random House-PR auf
Zum 1. Januar 2026 übernimmt Kristin Rosenhahn die Funktion der Senior PR-Referentin Literatur bei Penguin Blanvalet, mit der zugleich die Stellvertretung der Presseleitung für den Bereich Belletristik verbunden ist. Sie