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Mögliche Übernahme der Springer Buchverlage durch Bertelsmann Thema bei FTD und SZ / Strasser auch umworben?

Die „größte Umwälzung im deutschen Buchmarkt seit dem Zweiten Weltkrieg“ scheint nun bevorzustehen, wie jetzt auch (siehe unsere gestrige Meldung hier [mehr…] heute die Financial Times Deutschland schreibt (immerhin eine Zeitung aus dem Haus Bertelsmann). Die FTD: „Die Bertelsmann-Buchsparte würde mit einem Schlag auf dem zerklüfteten deutschen Markt eine Größe erlangen, die ihr sehr weiten Abstand vor allen anderen Belletristik-Verlagen gibt: Mit einer Umsatzgröße von zusammen über 420 Mio. Euro hätte sie im Gesamtmarkt einen Anteil von über 15 Prozent. Besonders im profitablen Geschäft mit Taschenbüchern und Bestsellern gewänne Random House eine dominierende Position.“

Warum sich die Verhandlungen, die schon länger laufen, hinziehen, hat wohl auch mit der Kartell-Problematik zu tun. Insider wollen wissen, dass Holtzbrinck (Nummer zwei auf dem deutschen Buchmarkt mit seinen Verlagen Rowohlt, Droemer, S. Fischer, Kiepenheuer&Witsch und einem Umsatz von 217,55 Mio. Euro im Jahre 2001 deshalb gegen eine Zustimmung des Kartellamtes klagen werde.

Doch laut FTD werde die Chance für eine Genehmigung durch das Bundeskartellamt eher positiv beurteilt. Und laut FTD sind Springer und Random House übereingekommen, dass Random House das Kartellrisiko übernimmt – das heißt, falls es doch eine Untersagung des Kartellamts gibt, müsste Random House einen neuen Käufer suchen.

Pikant übrigens: Wie die SZ heute („Ein regelrechtes Erdbeben“)spekuliert http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/getArticleSZ.php?artikel=artikel901.php, sei Bertelsmann auch an Christian Strasser, dem bisherigen Verleger der Gruppe interessiert. Wieder mal: Schon bevor Strasser sich nach seiner Zeit bei Time Life für eine Junior-Partnerschaft mit dem damaligen GU – Verleger Kurt Prelinger und später dann für die Selbstständigkeit und den Aufbau seiner eigenen Gruppe entschied, war er von Reinhard Mohn heftig umworben worden.

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