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Haffmans Verlag in Konkurs / Betrieb geht weiter

Das Gerücht stimmt – und stimmt doch nicht. Zwar ist am 31.10.01 in Zürich das Konkursverfahren gegen den Haffmans Verlag eröffnet worden und deshalb der offizielle Geschäftsbetrieb vorerst lahmgelegt. Betroffen sind davon 9 Mitarbeiter.

Doch Gerd Haffmans und sein 50:50 Partner Urs Jakob geben nicht auf: “Wir machen weiter”.

Dreißig Tage haben sie jetzt Zeit, Einspruch gegen das Konkursverfahren einzulegen – wie das aussehen wird, ist aber noch nicht klar: Denkbar wäre die Gründung einer Auffanggesellschaft oder die Weiterführung des Verlags über den zum Verlag gehörenden Sachbuchverlag.

Die Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten des Haffmans Verlages hielten sich schon länger und kamen im Umfeld der letzten Buchmesse wieder hoch. Dennoch hat es “uns kalt erwischt” (Haffmans), im Grunde wegen einer relativ kleinen Summe: Eine Druckerei, die selbst in Konkurs ist, hatte noch in der Konkursmasse eine Forderung an den Verlag, die “versehentlich nicht ausgeglichen wurde.“ Was bitter ist: „Hier hätte man sich sogar noch mit einer Abschlagszahlung vergleichen können“. Haffmans: “Zum Glück ist der Prospekt, die Auslieferung raus. “ Er und sein Partner versuchen dezeit unter der Faxnummer 00411 281 17 38 den Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten – und hoffen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft: Gerade hatte Haffmans noch eine “glanzvolle Buchpremiere” in Hamburg für den verheißungsvollen Herbsttitel Morbus Fonticulli Oder die Sehnsucht des Laien von Frank Schulz, für den große Besprechungen avisiert sind und den manche für einen kongenialen Nachfolger eines Romans wie die „Buddenbrooks“ halten. Haffmans ungebrochen:“Ich kämpfe weiter, lasse mir zwanzig Jahre Verlagsarbeit nicht kaputt machen”

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