Der Vorstoß der Frankfurter Buchmesse, die im kommenden Jahr in New York einen neuen Rechtesalon veranstalten will, ist in den USA mit Empörung aufgenommen worden. AAP-Chefin Pat Schroeder ließ kein gutes Haar an dem Vorhaben: „Wir haben die Frankfurter nicht eingeladen, und sie werden auch nicht gebraucht,“ hieß es in einer Stellungnahme. In der Ankündigung werde die BEA mit keinem Wort erwähnt, die nur wenige Tage nach dem Frankfurter Salon beginnt. „Ich kann mir nicht vorstellen, was man sich dabei gedacht haben könnte.“ Die Amerikaner hätten ihre eigene Show, die nicht unterminiert werden dürfe.
Auch Marcella Berger, Rechtechefin beim Verlagsriesen Simon & Schuster machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Ihr Verdikt: „Es gibt keinen Bedarf für eine solche Veranstaltung.“ Sie sei überrascht, dass man in Frankfurt meine, neben London und der BEA ein weiteres Frühjahrsevent haben zu müssen. Das ganze sei für die Rechteprofis nur schwer zu bewältigen. Ins gleiche Horn stiess auch der direkt vom Frankfurter Vorstoß attackierte BEA-Direktor Greg Topalian: Die Sache sei ziemlich unpraktisch für die Branche, liess er wissen, es sei wenig sinnvoll, zwei Rechte-Veranstaltungen fast gleichzeitig zu haben.
Thorsten Altheide: „Käufer:innen suchen weiterhin nach fundierten Informationen“
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